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NSA-Affäre : Airbus stellt Anzeige wegen mutmaßlicher Ausspähung

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Airbus-Vorstandschef Thomas Enders auf der Bilanzpressekonferenz 2014 Bild: dpa

Die NSA-Affäre wirkt sich nicht nur auf die Politik aus: Nun hat auch Airbus reagiert und Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Verdachts auf Industriespionage gestellt. Auch aus Berlin erwartet das Unternehmen eine Erklärung.

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          Die mutmaßliche Ausspähung europäischer Unternehmen durch den US-Geheimdienst NSA hat ein juristisches Nachspiel. Ein Airbus -Sprecher kündigte am Donnerstag an, dass der Flugzeug- und Rüstungskonzern wegen des Verdachts der Industriespionage Strafanzeige gegen Unbekannt stellen wird.

          Man habe die Bundesregierung um Auskunft gebeten. Eigene Erkenntnisse zu Presseberichten über Spähaktionen hat das deutsch-französische Unternehmen nach eigenen Angaben aber nicht. „Deshalb wollen wir uns nicht an Spekulationen zu den Vorwürfen beteiligen“, sagte der Sprecher.

          Auslöser des Skandals war in der vergangenen Woche ein „Spiegel“-Bericht, wonach die NSA mit Wissen des Bundesnachrichtendienstes jahrelang Konzerne wie den Airbus-Vorgänger EADS ausspionierte. Das für den BND zuständige Kanzleramt kritisierte daraufhin den deutschen Auslandsgeheimdienst ungewöhnlich scharf.

          Zuletzt berichtete die „Süddeutsche Zeitung“, in der Affäre gebe es nur vereinzelt Hinweise auf Wirtschaftsspionage gebe. Ziel seien vielmehr hochrangige Beamte in Frankreich und der EU-Kommission gewesen. Über die Strafanzeige von Airbus hatte am Donnerstag zuerst das „Handelsblatt“ berichtet.

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