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Wegen Cohen-Deal : Novartis-Chefjurist wirft bei Pharmakonzern hin

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Der Chefjurist des Schweizer Pharmakonzerns Novartis, Felix Ehrat (l.) gemeinsam mit Finanzchef Harry Kirsch (r.) auf der Novartis-Hauptversammlung in Basel im März 2018. Bild: EPA

Der umstrittene Deal zwischen Novartis und Trump-Anwalt Michael Cohen hat personelle Konsequenzen: Chefjurist Felix Ehrat geht.

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          Die Zusammenarbeit mit einem Anwalt des amerikanischen Präsident Donald Trump hat beim Schweizer Pharmakonzern Novartis personelle Konsequenzen. Chefjurist Felix Ehrat trete zum 1. Juni 2018 zurück, teilte der weltgrößte Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten am Mittwoch vor einer Investorenveranstaltung in Basel mit.

          Sein Rücktritt erfolge in Zusammenhang mit Diskussionen über die frühere Vereinbarung von Novartis mit Trumps Anwalt Michael Cohen. „Dieser Vertrag, obwohl juristisch nicht zu beanstanden, war ein Irrtum“, wurde Ehrat in der Mitteilung zitiert. „Als Mitunterzeichner mit unserem damaligen CEO übernehme ich mit diesem Entscheid persönlich Verantwortung, um die öffentliche Debatte darüber zu beenden.“ Nachfolgerin werde Shannon Thyme Klinger.

          Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass Novartis die Zusammenarbeit mit der Firma von Cohen beendete, über die auch Zahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels geflossen sind.

          Umsatzwachstum bis 2022

          Kurz nach der Wahl Trumps hatte sich Novartis die Dienste von Cohen gesichert, um Einblick in die geplante Gesundheitspolitik der neuen Regierung zu erhalten, und dafür insgesamt 1,2 Millionen Dollar auf den Tisch gelegt.

          Auf der Investorenkonferenz ging es freilich auch um betriebswirtschaftliches. Der Schweizer Pharmakonzern peilt bis 2022 Umsatzwachstum und eine Margensteigerung an. Treiber dieser Verbesserungen seien bereits eingeführte Arzneien, eine starke Produkte-Pipeline im späten Entwicklungsstadium und Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität.

          Die Augenheilsparte Alcon, die gegenwärtig saniert wird, dürfte zu langfristigem Wachstum und Margen im Rahmen der anderen Branchenvertreter zurückkehren. Novartis prüft gegenwärtig, ob Alcon abgespalten werden soll. Konkrete Maßnahmen seine nicht vor der ersten Hälfte 2019 zu erwarten, bekräftigte der Konzern frühere Angaben.

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