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Impfstoffentwickler : Noch mehr Fördergeld für Curevac

Ein Mann schaut sich in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac einen Träger mit Bakterien an. Bild: dpa

Das Biotech-Unternehmen um Großaktionär Dietmar Hopp soll für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus eine Viertel Milliarde Euro vom Bund erhalten.

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          Der Impfstoff-Spezialist Curevac bekommt vom Forschungsministerium voraussichtlich eine Viertel Milliarde Euro Fördergeld für die weitere Entwicklung seines Corona-Impfstoffs sowie den beschleunigten Ausbau der Impfstoff-Produktion. Abhängig vom Erreichen bestimmter Meilensteine könne Curevac in diesem Jahr bis zu 103 Millionen Euro Förderung erhalten und weitere 149 Millionen Euro im kommenden Jahr, heißt es bei Curevac in Tübingen.

          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Hamburg.

          Dies bringe das Unternehmen „einen Schritt näher, möglichst rasch einen sicheren und wirkungsvollen Impfstoff zu entwickeln und in hoher Stückzahl zu produzieren“, sagte Curevac-Vorstandschef Franz-Werner Haas. Curevac hatte sich im Juli um diesen Zuschuss beworben, der aus einem nationalen Sonderprogramm zur Beschleunigung der Forschung und Entwicklung an Impfstoffen gegen Sars-CoV-2 stammt.

          Ende Juli hatte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) mitgeteilt, dass drei Unternehmen als förderfähig anerkannt worden seien: Neben Curevac sind dies Biontech aus Mainz, das für seinen Impfstoff einen vergleichbaren Weg wie Curevac beschritten hat, sowie IDT aus Dessau, das einen klassischen Vector-Impfstoff entwickelt, der auf einem Verfahren gegen Pocken basiert. Curevac hat bis Juli rund 560 Millionen Euro Eigenkapital eingesammelt, darunter sind auch 300 Millionen Euro von der KfW. Der Börsengang an der amerikanischen Nasdaq und ein weiteres Investment des Großaktionärs Dietmar Hopp brachten noch einmal rund 300 Millionen Euro.

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