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Nio-Chef im Porträt : Chinas Auto-Philosoph

Versucht den europäischen Markt mit seinen Elektroautos zu überrollen: William Li. Bild: Bloomberg

William Li will den Deutschen seine Nios verkaufen. An diesem Freitag wird er seine Pläne für die Expansion in Europa vorstellen. Die Herkunft seiner Marke dürfte er dabei allerdings nicht allzu stark betonen.

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          Am Ziel seiner Reise durch die alte Welt wird William Li philosophisch. Der Gründer des chinesischen Elektroautoherstellers Nio ist mit dem neuen Stufenheck-Modell ET 7 von München nach Oslo gefahren. Eine Strecke von 2500 Kilometern, mit Umwegen über acht andere Städte, in denen Nio-Verkaufshäuser stehen.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Auf 180 Kilometer je Stunde hat Li zwischenzeitlich sein Gefährt auf der deutschen Autobahn beschleunigt. Er fuhr im Regen und durch die Nacht. Dass ihm Fahrer anderer Automarken oft den hochgereckten Daumen gezeigt hätten, bestätigt Li ebenso in seiner langgehegten Theorie wie die Menschen auf den Rastplätzen, die sich um das E-Auto aus China geschart hätten: „Wir Menschen, egal welcher Rasse oder Kultur, sind alle sehr ähnlich.“

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