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Photovoltaik-Rückkehr? : Licht an im Solar Valley

  • -Aktualisiert am

Frank Siebke (links), Stefan Reber, und Kai Schillinger (rechts) von Nexwafe. Bild: Verena Müller

Als Deutschland seinen Photovoltaik-Traum begrub, startete der Physiker Stefan Reber durch. Er will die Industrie wieder nach Deutschland holen.

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          Asiatische Wettbewerber unterboten preislich die deutsche Herstellung von Photovoltaikzellen und dominieren bereits seit 2011 den europäischen Markt. Deutsche Unternehmen wie Sovello oder Q-Cells meldeten entweder Insolvenz an oder wurden verkauft. Den anfänglichen Weltmarktführern aus Deutschland war es durch Optimierung ihrer Prozesse und Produkte nicht gelungen, ihren Wettbewerbsvorsprung nachhaltig sichern und ausbauen zu können.

          Stefan Reber forscht seit 1996 als Abteilungsleiter für Kristalline Silicium-Materialien im Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg im Breisgau an innovativer Technologie von Wafern, also der Basis der Photovoltaikzelle. Früh erkannte er, dass die energieaufwendige Herstellung von Wafern nur durch eine neue Denke zu revolutionieren war: Bei der herkömmlichen Fertigungsweise entsteht durch das Zersägen der Siliziumblöcke in Scheiben mehr als die Hälfte Abfall, der nicht wiederverwendbar ist. Reber war von dem Gedanken getrieben, die Energiewende voranzubringen, und entwickelte am ISE ein Abscheideverfahren, bei dem die Wafer ohne Zuschnitt hergestellt werden.

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