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Neues Verpackungsmaterial : Für eine Welt ohne Plastikabfälle

„Meine Tochter war damals ein Jahr alt, ich hatte immer das Gefühl, ich müsste eine bessere Welt hinterlassen“, so der Kolumbianer Eduardo Gordillo. Bild: Frank Röth

Seit 40 Jahren tüfteln Ingenieure daran, Plastikverpackungen aus den Supermärkten zu verbannen. Der Erfolg blieb überschaubar. Ein Hamburger Unternehmer glaubt nun, die Lösung für das Plastikproblem gefunden haben.

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          Seit 40 Jahren denken deutsche Konsumenten darüber nach, wie sie Plastik vermeiden können. Die Antwort großer Supermarktketten in den späten zehner Jahren des 21. Jahrhunderts: Tragetaschen abschaffen. Alternativen: keine, zumindest keine ökologisch nachhaltigeren. Bei den sonstigen Verpackungen: Man wird es sehen. In vier Jahrzehnten also ist keinem Hersteller und Zulieferer etwas eingefallen, das nicht nach seiner Nutzung von Walen im Meer verschluckt und zu deren Verenden führen kann.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Offenbar braucht es manchmal die frische Vision von Start-ups, um neue Perspektiven aufzuzeigen. Eduardo Gordillo ist Kolumbianer, bekam vor sieben Jahren mit seiner deutschen Frau eine Tochter und plante ein eigenes Haus. Der studierte Industriedesigner machte sich viele Gedanken über Energie, Material und Ökologie. Dann sah er auf Apple-TV eine Dokumentation über die Schädlichkeit von Plastik. Aus einem bestehenden eigenen Unternehmen in Hamburg gründete er dann Bio-Lutions aus. Das Ziel: Plastik als Verpackungsmaterial für Lebensmittel überflüssig machen. Das Instrument dazu ist, nicht benötigte Agrarabfälle in Verpackungsbehälter umzuwandeln.

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