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Volkskrankheit : Neues Medikament gibt Migräne-Patienten Hoffnung

Migräne ist eine Volkskrankheit. Bild: dpa

Ein neues Medikament gegen die Kopfwehattacken ist seit drei Monaten auf dem Markt und sehr beliebt. Was die Patienten und den Hersteller Novartis freut, dürfte die Krankenkassen weniger begeistern.

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          Es beginnt mit Augenflimmern. Dann folgt ein halbseitiger, oftmals pochender Kopfschmerz, der vielfach einhergeht mit Übelkeit und Erbrechen. Ein abgedunkelter Raum und absolute Ruhe helfen – echte Abhilfe bringt das nicht.

          Johannes Ritter
          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.
          Ilka Kopplin
          Wirtschaftskorrespondentin in München.

          Eine Migräne-Attacke kann Stunden dauern oder auch mehrere Tage. An Arbeit ist in dieser Zeit kaum zu denken. Entsprechend groß ist der volkswirtschaftliche Schaden. Studien zufolge summieren sich die direkten und indirekten Kosten dieser Krankheit allein in Europa auf 18 bis 27 Milliarden Euro im Jahr.

          Migräne ist eine Volkskrankheit. In Deutschland sind 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung davon betroffen, darunter drei Mal so viele Frauen wie Männer. Meistens beginnt die Krankheit in jungen Jahren. Sie erreicht ihren Höhepunkt im – produktiven – Alter zwischen 30 und 39. Die Ursachen dieser tückischen und komplexen Erkrankung des Gehirns sind noch nicht in Gänze erforscht. Wirklich überzeugende Behandlungsmethoden gibt es bisher nicht. Die Ärzte behelfen sich mit Medikamenten (darunter auch dem Nervengift Botox), die ursprünglich zur Behandlung anderer Krankheiten wie Epilepsie oder Herzbeschwerden entwickelt wurden. Diese gehen oft mit starken Nebenwirkungen einher. Doch nun gibt es ein neues, vielversprechendes Mittel.

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