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Neuer Medienriese : Kabelnetzbetreiber Comcast übernimmt Fernsehsender NBC

  • Aktualisiert am

Zur Dachmarke NBC zählen zahlreiche Fernsehsender wie CNBC und Anteile an Discovery Channel oder History Channel Bild: AP

Siemens-Rivale General Electric zieht sich komplett aus dem Fernsehgeschäft zurück. Der Kabelnetzbetreiber Comcast übernimmt für 17 Milliarden Dollar alle Anteile am Fernsehsender NBC Universal und wird damit zu einem der weltweit einflussreichsten Medienkonzerne.

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          Der amerikanische Mischkonzern General Electric trennt sich überraschend schnell von seinen verbliebenen Anteilen am Medienkonzern NBC Universal. Der Kabelnetzbetreiber Comcast kauft für 16,7 Milliarden Dollar die restlichen 49 Prozent von GE, wie Comcast am Dienstag mitteilte. Das Unternehmen hatte vor zwei Jahren bereits 51 Prozent der Anteile an NBC Universal gekauft und damit einen Konzern geschaffen, der Fernsehsender, Kabelnetze, Filmstudios und Freizeitparks umfasst.

          Experten hatten damit gerechnet, dass sich der Siemens -Konkurrent GE frühestens Ende des kommenden Jahres von seinem Engagement bei NBC verabschiedet. Comcast-Chef Brian Roberts sagte, angesichts der gestiegenen Aktienkurse von Medienunternehmen habe man einen sehr günstigen Preis bekommen. Aktionäre schienen diese Einschätzung zu teilen: Comcast-Papiere legten im nachbörslichen Handel um 7,5 Prozent zu.

          Im Rahmen des Geschäftes verkauft GE auch Immobilien an NBC Universal. Dazu gehört die NBC-Zentrale in New York. Das Gebäude mit der Adresse 30 Rockefeller Plaza wurde etwa durch die Comedyserie „30 Rock“ mit Alec Baldwin bekannt. Zudem verkauft die GE-Tochter GE Capital die Zentrale des Wirtschaftssenders CNBC in New Jersey an NBC Universal. Der Gesamtwert der Immobilien liegt bei etwa 1,4 Milliarden Dollar.

          GE wollte sich schon länger aus dem Unterhaltungsgeschäft ganz zurückziehen. Der Konzern sitzt auf großen Barbeträgen und hatte im Dezember angekündigt, sein Aktienrückkaufprogramm auszuweiten. Konzernchef Jeff Immelt sagte damals, Geld an die Aktionäre weiterzugeben, habe für das Unternehmen Priorität.

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