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Neuer Konkurrent : Die Bahn fährt jetzt Skoda

  • Aktualisiert am

Noch mehr Zugtypen für die Bahn Bild: dpa

Mit Siemens und Bombardier hat die Bahn Ärger. Nun sorgt sie für mehr Wettbewerb unter den Zugherstellern - und kauft auch in Tschechien ein.

          Die Deutsche Bahn bestellt zum ersten Mal Züge des tschechischen Herstellers Skoda und will damit offenbar den Wettbewerb unter ihren Lieferanten beleben. Das Unternehmen orderte sechs Doppelstockzüge für rund 110 Millionen Euro, teilten Bahn und Skoda Transportation mit.

          Die Regionalzüge sollen ab Dezember 2016 auf der Strecke Nürnberg-Ingolstadt-München eingesetzt werden. „Für die DB ist es ein wichtiges strategisches Ziel mit Blick auf den deutschen Markt, den Wettbewerb in der Branche auszuweiten und zu stärken“, sagte Bahn-Infrastruktur-Vorstand Volker Kefer.

          Im vergangenen Jahr hatte die Bahn bereits erstmals dem polnischen Produzenten Pesa einen Milliarden-Auftrag für Regionalzüge erteilt. Skoda Transportation hat keine Verbindung mehr zum Autohersteller Skoda, der zum Volkswagen-Konzern gehört.

          In der Vergangenheit hatte die Bahn immer wieder Probleme mit Lieferanten wie dem kanadischen Hersteller Bombardier, dessen Regionalzüge nicht pünktlich oder technisch einwandfrei ausgeliefert wurden. Deshalb verklagte sie Bombardier bereits auf insgesamt rund 500 Millionen Euro Schadenersatz. Mit Siemens streitet die Bahn über die Lieferung von Hochgeschwindigkeitszügen vom Typ Velaro, die bereits seit rund zwei Jahren überfällig sind.

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