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Neue Umfrage : Schweizer Firmen wollen bessere Beziehungen zur EU

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Beinahe zwei Drittel der Schweizer Firmen wünschen sich bessere Beziehungen zur EU als derzeit. Bild: dpa

Die Schweiz treibt viel Handel mit der Europäischen Union. Viele Manager des Landes haben deshalb einen Wunsch.

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          Zwei Drittel aller Schweizer Unternehmen wünschen sich bessere und stabilere Beziehungen zur Europäischen Union (EU). Das geht aus einer an diesem Montag veröffentlichten Umfrage der Schweizer Großbank UBS hervor, die dafür Vertreter von 2500 Schweizer Firmen quer durch alle Branchen befragt hat.

          Dabei hatten beinahe zwei Drittel der befragten Manager angegeben, für ihr Unternehmen wäre eine Weiterentwicklung der bestehenden bilateralen Verträge mit der EU im Zuge eines Rahmenabkommens die beste Option. Besonders hoch war die Zustimmung von Energieversorgern, Logistikfirmen und Finanzdienstleistern. Ungefähr ein Viertel der Befragten favorisierte, die bisher getroffenen Vereinbarungen mit der EU unverändert beizubehalten.

          Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU sind seit einigen Jahren teils angespannt. Sie sind in mehreren Abkommen zu Themen wie Handel und Personenfreizügigkeit geregelt. Als besonders brisantes Thema gelten Fragen der Migration: Hier hatte die Masseneinwanderungsinitiative für Schlagzeilen gesorgt, infolge der sich die Schweizer für feste Obergrenzen beim Zuzug von Ausländern ausgesprochen hatten. Die EU dringt hingegen auf Freizügigkeit. Dieses Thema ist mittlerweile jedoch etwas entschärft.

          In den weiteren Gesprächen will die EU erreichen, dass die bilateralen Vereinbarungen mit der Schweiz unter einen Rahmenvertrag gestellt werden. An einzelnen Punkten wäre dann nicht mehr so einfach zu rütteln. Ein solches Abkommen will die Staatengemeinschaft möglichst noch vor Jahresende erreichen, hatte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker jüngst angekündigt. Wie konkret ein Rahmenvertrag aussehen könnte, ist noch offen, die Verhandlungen dazu haben erst begonnen.

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