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Erste Dax-Chefin Belén Garijo : „Hart arbeiten allein genügt nicht“

Die Spanierin Belén Garijo, 60, übernimmt am 1. Mai den Vorstandsvorsitz von Merck. Das Unternehmen, 1668 in Darmstadt gegründet, ist der älteste Konzern im Dax. Bild: Röth, Frank [FAZ-Recht:1]

Die künftige Merck-Chefin Belén Garijo wird die erste Frau sein, die allein einen Dax-Konzern führt. Ein Gespräch über die Vormacht der Männer, die Helden der Corona-Krise und ihre Deutsch-Kenntnisse.

          7 Min.

          Frau Garijo, im Mai übernehmen Sie den Vorstandsvorsitz von Merck. Dann sind Sie die erste Frau, die allein einen Dax-Konzern führt. Wie haben Sie sich gegen die vielen deutschen Männer durchgesetzt?

          Ilka Kopplin
          Redakteurin in der Wirtschaft.
          Sebastian Balzter
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Für mich ist es nicht so wichtig, dass ich die erste bin. Für mich ist es wichtiger, dass ich nicht die letzte Frau an der Spitze eines Dax-Konzerns sein werde – und nicht die einzige. Aber zu Ihrer Frage: Es gibt kein Rezept für den Erfolg. Jeder kann nur auf seine eigene Art und Weise erfolgreich sein. Was ich mein ganzes Leben lang getan habe, war, hart zu arbeiten – und Gelegenheiten zu nutzen, wenn sie sich geboten haben. Ich glaube nicht, dass ich etwas getan habe, um eine Übermacht von deutschen Männern zu brechen. So hatten Sie sich doch ausgedrückt, oder?

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