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Das Einkaufen der Zukunft : Vom Drahtbieger zur Software-Bude

Ab in die Zukunft: Der Einkaufswagen bekommt immer mehr Elektronik. Bild: Rüdiger Köhn

Wanzl liefert Einkaufswagen und -körbe für die Supermärkte dieser Welt. Nun entwickelt das Familienunternehmen eine Digitalplattform für den Einzelhandel der Zukunft. Amazon Go lässt grüßen.

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          Im Einkaufswagen steckt ein Funkchip. An der Decke hängen unauffällig die „Reader“; kleine, weiße Kästen, bestückt mit Sensoren, die den Einkaufswagen erfassen und verfolgen. Noch kleiner sind die „Beacons“; die Bluetooth-Sender, die über die Decke verteilt sind und die Verbindung zum Smartphone herstellen. An strategisch wichtigen Stellen hängen Kameras, etwa an der Eingangs- oder an der Ausgangssperre hinter der Kasse. LED-Displays an den Regalen bringen individuelle Produktinformationen und Werbung, sobald sich der Kunde nähert. Der kann dazu auch auf das Smartphone schauen.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Funkchip, Reader, Beacon und Smartphone sind so miteinander vernetzt, dass der Kunde im Supermarkt auf der Suche nach den Artikeln durch die Regalreihen geführt wird. Das in den Korb gelegte Produkt wird erfasst, auf dem Smartphone aufgelistet und kann an der Kasse sofort abgerufen oder über das Kundenkonto bargeldlos bezahlt werden. Die Technik ermöglicht die Lokalisierung von Produkten wie auch die Navigation durch den Laden, wie es draußen unter freiem Himmel mit dem GPS-System möglich ist – das wegen der Abschirmung in Innenräumen nicht funktioniert. Der Filialleiter erhält alle notwendigen Informationen, um Überblick über die Warteschlangen an den Kassen und über das Inventar einschließlich Einkaufswagen zu bekommen.

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