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Umgang mit Klimaaktivisten : Joe Kaeser fühlt sich missverstanden

  • -Aktualisiert am

Kaeser nach dem Treffen mit den Klimaaktivisten an 10. Januar Bild: Reuters

Der Siemens-Chef stellt klar: „Ich habe Luisa Neubauer nie ein Mandat im Aufsichtsrat angeboten“. Der Auftrag für die australische Kohlemine verfolgt Kaeser allerdings nach wie vor.

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          Der Fall taugt zu einem Lehrbeispiel, wie junge Umweltaktivisten einen uralten Industriekonzern in die Bredouille bringen können. Angeblich haben schon die ersten amerikanischen Professoren angeboten, eine Studie zu dem Thema zu verfassen. Die Rede ist, na klar, von Siemens, seinen Signalanlagen für die australische Kohlemine Adani und dem Desaster, das damit angerichtet wurde. Mittendrin: Joe Kaeser

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wie die Sache mit dem Auftrag aus Australien gelaufen ist, wurmt den Niederbayern daher gewaltig, zumal er die Gefahr hat kommen sehen: „Am 10. Dezember haben wir den Vertrag in Australien unterzeichnet, tags drauf wurde das vor Ort durch Adani bekannt gegeben und direkt danach ging es los mit den Protestmails an mich. Hunderte, Tausende. Ich habe sofort gespürt: Wir haben ein Problem.“ Das Dumme ist: Kaeser sollte Recht behalten.

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