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Portionierter Kaffeegenuss : Nestlé will sich abkapseln

Ist die Kaffeekapsel heutzutage noch zeitgemäß? Nicht bei jedem genießt der Portionskaffee einen guten Ruf. Bild: dpa

Vor 30 Jahren hat Nestlé die Kaffeekapsel groß gemacht. Die Marktanteile am Segment gehören heute aber anderen – das will der Konzern nun ändern. Und bringt den portionierten Kaffee in die Supermärkte.

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          Gerd Müller-Pfeiffer trinkt seinen Kaffee am liebsten schwarz. Warum sollte man auch den Geschmack von diesem wunderbaren Produkt mit Milch oder gar Zucker verfälschen, fragt er. Und Müller-Pfeiffer muss es eigentlich wissen. Seit rund 25 Jahren arbeitet er beim größten Lebensmittelhersteller der Welt, Nestlé. Seit 2018 führt er das Kaffee-Geschäft für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

          Stefanie Diemand
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Nun möchte Nestlé auch den Markt für Kaffeekapseln abermals kräftig aufrollen: Im Januar 2022 will der Lebensmittelkonzern eigene Kapseln für die Nespresso-Maschine in den deutschen stationären Einzelhandel bringen, heißt es vom Lebensmittelkonzern im Gespräch mit der F.A.Z. So sollen unter Nescafé „Farmers Origins“ zunächst fünf verschiedene Sorten in den Supermärkten verkauft werden. Bekannt ist die Marke hierzulande vor allem für ihren löslichen Kaffee. Nun soll sie auch portioniert in die Kaffeemaschine kommen. Ende letzten Jahres waren die Kapseln in Märkten wie Australien, Belgien oder Spanien schon eingeführt. Diese Tests seien erfolgreich gewesen, sagt Müller-Pfeiffer.

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