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Land im Krieg : Nestlé fährt zwei Fabriken in der Ukraine wieder hoch

Nestlés Firmenlogo in der Schweizer Zentrale in der Nähe von Lausanne Bild: AFP

Zunächst hatte Nestlé seine Werke in dem von Russland angegriffenen Land geschlossen. Doch um die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen, sind zumindest die Werke im Westen wieder in Betrieb.

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          Nestlé fährt einen Teil seiner Produktion in der Ukraine wieder hoch, um die Bevölkerung trotz des russischen Angriffskriegs mit Lebensmitteln und Getränken zu versorgen. „Wo es möglich ist und die Sicherheitslage dies erlaubt, nehmen wir die Lieferungen wieder auf“, sagte ein Sprecher des größten Lebensmittelkonzerns der Welt auf Anfrage der F.A.Z.

          Johannes Ritter
          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Vor knapp einer Woche hatte Nestlé seine drei Fabriken in der Ukraine sowie die Lagerhäuser geschlossen und die rund 5000 Mitarbeiter angewiesen, zu ihrem eigenen Schutz zuhause zu bleiben. Schon zu diesem Zeitpunkt hatten die Schweizer Notfallpläne erarbeitet, um die Produktion wieder hochzufahren, sobald es die Situation erlaubt.

          Nach Angaben des Sprechers hat Nestlé die Arbeit in den Fabriken im Westen der Ukraine teilweise wieder aufgenommen; das Werk im Osten des Landes ist weiterhin geschlossen. Eine der Fabriken, die nun wieder angelaufen sind, steht in Lwiw (Lemberg). Dort ist die Lage noch relativ ruhig.

          Von Lemberg aus versucht Nestlé so gut es geht, Einzelhändler in anderen westlichen und zentralen Landesteilen mit Lebensmitteln zu beliefern, darunter Nudeln, Fertiggerichte, Frühstücksflocken und Kochzutaten (Maggi). Man versuche auch, der Bevölkerung mit Lebensmittelspenden zu helfen, sagte der Sprecher. Für die Unterstützung derjenigen Mitarbeiter, die allein oder mit ihrer Familie ins Ausland geflohen sind, hat Nestlé eine Kontaktstelle eingerichtet.

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