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Nahrungsmittel : Die Milch wird teurer

  • Aktualisiert am

Die Molkereien haben höhere Preise durchgesetzt Bild: dpa

Erstmals seit mehreren Jahren wird die Milch in den Supermarktregalen bald wohl mehr kosten. Der Grund: Die Molkereien haben bei den großen Lebensmittel-Discountern deutliche Preiserhöhungen für Milch durchgesetzt.

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          Erstmals seit mehreren Jahren wird die Milch in den Supermarktregalen bald wohl spürbar teurer. „Wir müssen uns auf höhere Milchpreise voraussichtlich ab Juni einstellen“, sagte der Geschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr, am Mittwoch in Berlin. Die Verbraucher würden dies wohl bei allen Milchprodukten spüren. Der Grund: Die Molkereien haben bei den großen Lebensmittel-Discountern nach Angaben des Bauernverbandes deutliche Preiserhöhungen für Milch durchgesetzt. Der Abgabepreis steige um mehr als 15 Prozent, teilte der Deutsche Bauernverband am Mittwoch in Berlin mit. Die Jahresverträge gelten in der Regel ab 1. Juni.

          Wie hoch sich diese Anhebungen auf den Endpreis für die Verbraucher auswirken, sei aber Sache des Einzelhandels. Allerdings werde der Preis für einen Liter
          Milch um mehr als nur zwei oder drei Cent steigen, sagte der Sprecher voraus. Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler REWE prüft bereits Preiserhöhungen. Derzeit erhalten die Milchbauern den Angaben zufolge für einen Liter Milch rund 27 Cent. Durch die neuen ab Juni geltenden Abschlüsse soll dieser Preis auf über 30 Cent steigen.

          Erfolgreich demonstriert

          Erst in der vergangenen Woche hatten bundesweit rund 25.000 Milchbauern für höhere Erzeugerpreise demonstriert. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) hatte dabei eine Erhöhung um rund 48 Prozent auf 40 Cent je Liter gefordert. In den vergangenen zehn Jahren sei der Preis, den die Molkereien an die Landwirte zahlten,
          von 35 auf 27 Cent gesunken. Dadurch sei die Milcherzeugung nicht mehr kostendeckend.

          Nach DBV-Angaben gibt es bundesweit rund 105 000 Milchviehbauern, die jährlich rund 28 Milliarden Liter Milch produzieren.

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