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Nächster Rechtsstreit : Deutsche Bank zahlt Millionen-Strafe in Brasilien

  • Aktualisiert am

Auch in Brasilien hat die Deutsche Bank eine juristische Auseinandersetzung. Bild: Hotel Santa Teresa

Der frühere Bürgermeister von Sao Paulo hat Geld veruntreut. Große Banken haben geholfen, es zu verwalten. Die Deutsche Bank prescht nun voran - und willigt als erste in eine Strafzahlung ein.

          Die Deutsche Bank zahlt in Brasilien eine Strafe von 20 Millionen Dollar. Die Summe werde in den nächsten 60 Tagen beglichen, sagte Staatsanwalt Silvio Marques. Grund ist ein Verfahren um Veruntreuung von Geldern durch den früheren Bürgermeister von Sao Paulo - Deutschlands größtes Geldhaus soll geholfen haben, das Geld zu verwalten.

          Die Deutsche Bank hat nach eigenen Angaben in vollem Umfang mit den Behörden zusammengearbeitet. Ihre Einigung mit den brasilianischen Behörden dürfte den Druck auf andere international engagierte Großbanken wie die schweizerische UBS oder die amerikanische Citigroup erhöhen. Sie könnten zwischen 60 und 70 Millionen Dollar zahlen müssen, sagte der Staatsanwalt.

          Unterdessen muss Brasilien nach Ansicht der amerikanischen Ratingagentur Moody’s dringend Reformen angehen, wenn es seine aktuelle Kreditnote auch im kommenden Jahr behalten möchte. Das Land müsse Schulden abbauen, sagte der zuständige Moody’s-Analyst Mauro Leos.

          Die brasilianische Regierung hatte in der vergangenen Woche für dieses Jahr einen sogenannten Primärüberschuss im Staatshaushalt - also ohne Einrechnung von Zins- und Sonderkosten - von 1,9 Prozent in Aussicht gestellt. Viele Investoren zweifeln angeblich aber, dass es der Präsidentin Dilma Rousseff gelingen wird, die Ausgaben zu kürzen. Schließlich strebt sie im Oktober diesen Jahres ihre Wiederwahl an.

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