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Cum-Ex-Geschäfte : Nächste Anklage gegen Hanno Berger

Das Landgericht Bonn gab bekannt, dass die Anklage gegen mehrere Mitarbeiter von Warburg zur Hauptverhandlung zugelassen wurde. Bild: dpa

Der Steueranwalt Hanno Berger soll mehrere Cum-Ex-Geschäfte der Hamburger Privatbank Warburg arrangiert haben. Beim Landgericht Bonn wurde mittlerweile die dritte Anklage gegen ihn wegen Steuerhinterziehung vorgelegt.

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          Wenn Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) über „Cum-Ex“-Transaktionen spricht, ist vom Kampf gegen die „Steuerhinterziehungsindustrie“ die Rede. Vor allem Staatsanwälte aus Köln setzen alles daran, die mutmaßlichen Verantwortlichen der Aktientricksereien rund um den Dividendenstichtag vor ein Strafgericht zu bringen. Im Fall des angeschuldigten Hanno Berger sind sie ihrem Ziel ein kleines Stück näher gekommen. Gegen den im Oberengadin lebenden Steueranwalt haben die Strafverfolger unter dem Aktenzeichen 62 KLs 2/20 die mittlerweile dritte Anklage wegen Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall beim Landgericht Bonn vorgelegt.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Berger, einst bei der amerikanischen Großkanzlei Dewey & LeBoeuf und später in eigener Kanzlei einer der profitabelsten Anwälte in Deutschland, soll von 2007 bis 2011 mehrere Cum-Ex-Geschäfte der Hamburger Privatbank Warburg arrangiert haben. Dem Fiskus sollen dadurch 278 Millionen Euro entgangen sein, sagte eine Gerichtssprecherin und bestätigte frühere Berichte von „Süddeutscher Zeitung“ und WDR.

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