https://www.faz.net/-gqe-9dtsj

Discounter : Aldi sagt Verpackungen den Kampf an

  • Aktualisiert am

Besonders eingeschweißtes Obst und Gemüse wird oft kritisiert. Bild: obs

Immer mehr Supermärkte sehen sich gezwungen, die Menge ihrer Verpackungen zu reduzieren. Jetzt setzt sich Aldi ein konkretes Ziel.

          1 Min.

          Die beiden Discount-Gruppen Aldi Nord und Aldi Süd haben sich jetzt konkrete Ziele für die Reduzierung von Verpackungsabfall gesetzt. Danach soll bis zum Jahr 2025 der Materialeinsatz der Eigenmarkenverpackungen um 30 Prozent reduziert werden. Bis zum Jahr 2020 sollen zudem sämtliche Eigenmarken-Verpackungen recyclingfähig sein. Entsprechend will man nun gemeinsam mit den Geschäftspartnern alle Verpackungen bewerten und systematisch prüfen, wie sie sich nachhaltiger gestalten oder besser noch einsparen lassen.

          Besonders im Fokus steht für die beiden Unternehmen Obst und Gemüse. In diesem Bereich ist die öffentliche Kritik mit Blick auf eingeschweißte Gurken oder Bananen besonders hoch. Deshalb soll besonders in diesem Sortimentsbereich das Angebot an unverpackten Produkten stetig erweitert werden.

          Wie die beiden Aldi-Gesellschaften mitteilen, wurden in den vergangenen fünf Jahren dank verschiedener Maßnahmen schon rund zehn Prozent an Verpackungsmenge bei den Eigenmarken eingespart. Diese Bemühungen will man nun forcieren. Auch die anderen großen Lebensmittelhandelsketten wie Lidl, Edeka und Rewe sind darum bemüht, unnötiges Plastik bei Transport und Verpackung der Waren zu vermeiden. Dazu gehört auch der Verzicht auf Einwegplastiktüten.

          Generation Plastik
          Generation Plastik

          Kunststoff ist aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken – doch der Planet erstickt darin. Müssen wir darauf verzichten? Wir suchen einen Monat nach Antworten.

          Mehr erfahren

          Die Rewe-Gruppe hat das Ziel vorgegeben, neben der generellen Reduzierung von Verpackungen bis 2030 sämtliche Eigenmarkenprodukte in umweltfreundlicheren Verpackungen anzubieten. Auch bei Edeka wird verstärkt darauf geachtet, dass Verpackungen aus ökologisch vorteilhaften und recyclingfähigen Rohstoffen hergestellt werden. Lidl strebt bis 2025 eine Reduktion des Plastikaufkommens um 20 Prozent an. Unter anderem laufen bei den Unternehmen Tests mit Verpackungen aus Gras oder mit Etiketten einsparenden Laseraufdrucken direkt auf die Schalen von Früchten wie Avocados, Süßkartoffeln oder Melonen.

          Weitere Themen

          Die Grünen fordern mehr Verbote

          Wirtschaftsprogramm : Die Grünen fordern mehr Verbote

          Neue Klimazölle, strenge Quoten für die Automobilindustrie und eine Anhebung des Mindestlohns. Die Grünen-Spitze um Baerbock und Habeck spricht sich für einen „Green New Deal“ aus.

          Topmeldungen

          Robert Habeck wirbt in der kontroversen Debatte für den Leitantrag.

          Wirtschaftsprogramm : Die Grünen fordern mehr Verbote

          Neue Klimazölle, strenge Quoten für die Automobilindustrie und eine Anhebung des Mindestlohns. Die Grünen-Spitze um Baerbock und Habeck spricht sich für einen „Green New Deal“ aus.

          „Tatort“ aus Ludwigshafen : Das Leben, das sie nicht wollte

          Im neuen „Tatort“ feiert Ulrike Folkerts dreißigjähriges Dienstjubiläum als Kommissarin Lena Odenthal. Es verschlägt sie in die Westpfalz, wo sie einen alten Bekannten trifft. Gut enden kann das nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.