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Nachhaltige Outdoorkleidung : Öko muss es sein, aber bitte nicht zu teuer

Mammut-Auftritt auf einer Branchenmesse in Denver Bild: Getty

Naturverbundene Sportler achten auf nachhaltige Kleidung und Accessoires. Sie sind aber nur selten bereit, dafür mehr zu zahlen – sagt Mammut-Chef Oliver Pabst.

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          Das Bild will nicht passen: Der Anspruch auf umweltfreundliche Produkte ist da, die Bereitschaft, dafür mehr zu bezahlen, jedoch verhalten. In der Sportartikelindustrie, die vor allem auf Nachhaltigkeit als Trendthema setzt, klafft die Lücke besonders. Ob Nike, Adidas oder Puma – die drei Sportmarken fahren Kampagnen, um Produkte aus recyceltem Plastik zu vermarkten. Der Erfolg ist angesichts geringer Absatzmengen überschaubar, aber dem Zeitgeist der Klientel und dem grünen Image geschuldet. Outdoor-Marken wie North Face, Mammut oder Patagonia sind schon früher auf den Trend gesprungen, investieren seit Jahren in ökogerechte Bekleidung und Schuhe, da naturverbundene Berg- und Wandersportler die Kernzielgruppe sind.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Oliver Pabst, Vorstandsvorsitzender der Schweizer Outdoormarke Mammut, differenziert: „Auch der Konsument trägt Verantwortung für Nachhaltigkeit“, sagt er. „Ich glaube aber, dass er nur bedingt bereit ist, dafür zu bezahlen.“ Die Herstellung ökologisch gerechter Produkte koste nun einmal viel Geld, zumal die Produktion durch die Ausrichtung auf mehr Nachhaltigkeit komplexer werde.

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