https://www.faz.net/-gqe-8wa6i

Nach Unfall : Uber nimmt selbstfahrende Autos aus dem Verkehr

  • Aktualisiert am

Nach diesem Unfall mit einem selbstfahrenden Volvo hatte Uber seine Fahrzeuge kurzzeitig aus dem Verkehr genommen. Bild: FRESCO NEWS/Mark Beach

Der Fahrdienstanbieter Uber kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach einem Unfall in Arizona hat das Unternehmen nun seine selbstfahrenden Autos vorübergehend aus dem Verkehr gezogen.

          1 Min.

          Der amerikanische Fahrdienstanbieter Uber hat seine selbstfahrenden Autos nach einem Unfall aus dem Verkehr gezogen. Bei dem Zusammenstoß in Tempe im Bundesstaat Arizona sei zwar niemand schwer verletzt worden, sagte ein Uber-Sprecher am Samstag. Fahrgäste seien nicht an Bord des Sportgeländewagens der Marke Volvo gewesen.

          Bilder von dem Geschehen suggerieren gleichwohl einen relativ schweren Unfall: Das selbstfahrende Fahrzeug kippte nach der Kollision auf die Seite. Das andere involvierte Fahrzeug ist im hinteren Bereich verbeult, Glasscherben liegen auf der Straße. Nach Polizeiangaben hatte der Fahrer eines anderen Autos dem Uber-Wagen die Vorfahrt genommen.

          Uber häufig in den Schlagzeilen

          Uber arbeitet schon länger an Technologien für autonomes Fahren und bietet den selbstfahrenden Taxi-Service außer in Arizona auch in den Städten San Francisco und Pittsburgh an. Dabei sitzt aber immer auch ein Mensch im Auto, der in Notfällen die Kontrolle übernehmen kann. Ob das Uber-Auto bei dem Unfall im Selbstfahrmodus unterwegs war, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

          Uber macht herkömmlichen Taxiunternehmen erheblich Konkurrenz, indem es seinen Kunden die Vermittlung von Fahrten über eine Smartphone-App anbietet. Zuletzt hatte es immer wieder Ärger rund um das Unternehmen gegeben. So wandten sich zehntausende Nutzer  aus Protest gegen Uber-Chef Travis Kalanick, der in die Wirtschaftsberatergruppe des amerikanschen Präsidenten Donald Trump berufen worden war, von dem Anbieter ab. Kalanick verließ das Gremium daraufhin.

          Kürzlich sorgte auch noch ein Streit zwischen einem Uber-Fahrer und Kalanick für Aufsehen. „Ich habe 97.000 Dollar verloren wegen dir. Ich bin pleite wegen dir“, giftet der Fahrer in der Auseinandersetzung, die auf Video festgehalten wurde, nachdem sein Chef zufälligerweise in seinen Wagen eingestiegen war. Kalanick reagiert allerdings wenig diplomatisch: „Schwachsinn! Einige Leute wollen einfach keine Verantwortung übernehmen für ihren Mist. Sie beschuldigen für alles in ihrem Leben jemand anderen“, kontert er. Später gab er sich zerknirscht über seinen Ausbruch und gelobte Besserung.

          Erklärvideo : Wie funktionieren selbstfahrende Autos?

          Weitere Themen

          So funktioniert die Maskenhalterung Video-Seite öffnen

          Kreativer Friseur : So funktioniert die Maskenhalterung

          Unverhofft wurde Enzo Olizzo zum Erfinder. Der Inhaber eines Friseursalons und seine Kunden störten gleichermaßen die Gesichtsmasken – also dachte er sich eine Halterung aus, die bequemer ist und keine Druckstellen macht.

          Topmeldungen

          Reaktion auf Vorsitzendenwahl : Wie Friedrich Merz seinen Trumpf verspielte

          Der Wunsch, Minister zu werden, kostet Friedrich Merz Unterstützung im eigenen Lager. Führende CSU-Leute üben sich bei Kommentaren zum neuen CDU-Vorsitzenden derweil in Zurückhaltung – um sich die Gunst des eigenen Chefs zu sichern.

          Vor dem Krisengipfel : Ruf nach echtem Lockdown wird lauter

          Vor dem Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten mehren sich Forderungen nach härteren Maßnahmen. Gesundheitsminister Jens Spahn spricht angesichts der neuen Virus-Varianten von „besorgniserregenden Meldungen“.
          Die Seiser Alm: Unter der Woche verliert sich auf dem größten Hochplateau Europas kaum eine Menschenseele. (Symbolbild)

          Nach Lockdown wieder geöffnet : Südtiroler Sonderweg

          Nach dem Lockdown über Weihnachten und Neujahr in ganz Italien hat Südtirol seit dem 7. Januar wieder „geöffnet“ und widersetzt sich dem Lockdown.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.