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Gerry Weber und Thomas Cook : Die Zahl der Großinsolvenzen steigt

Ende einer Reise: Die Insolvenz von Thomas Cook ist die zweitgrößte in diesem Jahr. Bild: dpa

Zehn Jahre lang waren die Insolvenzen rückläufig. Das ist vorbei – und auch der industrielle Kern ist jetzt wieder gefährdet.

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          Der Trend ist gestoppt, die Talsohle erreicht. Die schwache Konjunktur fordert ihre Opfer in Form von mehr Insolvenzen. In diesem Jahr geht der Verband der Vereine Creditreform, Neuss, davon aus, dass der zehn Jahre währende Rückgang der Unternehmensinsolvenzen gestoppt ist. Für das laufende Jahr ist eine Stagnation auf dem niedrigsten Niveau seit 25 Jahren zu erwarten. Creditreform erwartet, dass wie im Vorjahr 19.400 Unternehmen die Insolvenz über ihr Vermögen beantragen. Auffällig dabei ist, dass erstmals wieder mehr Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe gezwungen sind aufzugeben. Damit schlägt die Konjunktur „schneller als gedacht“, wie der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Volker Ulbricht sagt, auf den harten industriellen Kern der deutschen Wirtschaft durch.

          Georg Giersberg

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.

          Zwar sei es richtig, dass die Unternehmen durch mehr Eigenkapitalbildung ein größeres Polster zur Abfederung konjunktureller Risiken vorhalten als zu Beginn der Finanzkrise vor zehn Jahren. Andererseits sei gerade das Verarbeitende Gewerbe mit seiner Exportabhängigkeit von Turbulenzen auf den globalen Märkten und von der Transformation der Autoindustrie hin zur Elektromobilität stärker betroffen als andere Wirtschaftsbereiche. Besonders deutlich spüren diese Veränderungen auch die Speditionen.

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