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Stau im Suezkanal : „Die Branche muss anfangen, Sicherheitschecks zu verbessern“

Bewegt sich weiterhin weder vor noch zurück: die „Ever Given“ im Suezkanal Bild: dpa

Rahul Khanna fuhr als Kapitän zur See. Heute berät er für die Industriesparte der Allianz internationale Reeder, wie sie ihre Schiffe vor Risiken schützen können. Der Suez-Vorfall zeige ein falsches Risikobewusstsein.

          3 Min.

          Kapitän Khanna, Sie sind den Suezkanal selbst oft gefahren. Warum lässt sich der Stau nicht abbauen, indem die Schiffe umkehren?

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Die Schiffe sind schon im Kanal und können nicht einfach drehen. Der Suezkanal ist eng. Schiffe, die davor warten, können um den afrikanischen Kontinent herumfahren. Aber das ist eine Frage von Zeit und Kosten, wir sprechen von 5000 zusätzlichen Meilen oder 9000 Kilometern, je nach Route. Dafür brauchen sie acht bis fünfzehn Tage länger. Diese Entscheidung muss vorsichtig kalkuliert werden. Dabei spielen die Frachtraten und Treibstoffkosten eine Rolle – und natürlich auch die Unsicherheit, wann Suez wieder geöffnet werden kann.

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