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Notlandung nach Feuer : Wie das Flugzeugunglück die Krise der russischen Luftfahrt offenlegt

Ein Unglück, das viele Fragen aufwirft: Flugzeugbrand am Moskauer Flughafen Bild: dpa

Nach der dramatischen Notlandung in Moskau geraten Mängel in der Pilotenausbildung in den Blick der Öffentlichkeit. Doch diese sind nicht die einzigen Probleme der russischen Luftfahrt.

          2 Min.

          Noch ist unklar, wie es zu dem schweren Unglück auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo am Sonntag kommen konnte. Kurz nach dem Start hatte der Pilot einer Aeroflot-Maschine einen Blitzeinschlag gemeldet; Elektronik und Verbindung zur Flugkontrolle seien ausgefallen. Bei der Notlandung fing der Sukhoi-Superjet-100 Feuer, von 78 Menschen an Bord überlebten nur 37. In Russland wird nun über die möglichen Ursachen diskutiert, aber auch über die grundsätzlichen Probleme der Luftfahrt: Beides hängt zusammen.

          Katharina Wagner

          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          Viele offene Fragen betreffen das Verhalten der Piloten, die beide überlebten. Warum entschieden sie sich sofort zur Notlandung, die im Handbetrieb mit vollen Tanks besonders riskant war, anstatt zunächst Treibstoff zu verbrennen? Bei der Landung geschah Fachleuten zufolge ein Steuerungsfehler, in dessen Folge das Flugzeug Feuer fing. Hinzu kam, dass die Feuerwehr das SSJ-100 nicht erwartete, sondern erst herbeifahren musste; auch die Landebahn war nicht mit Schaum gegen Funkenschlag präpariert worden.

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