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Nach zwei Katastrophen : Malaysia Airlines streicht 6000 Stellen

  • Aktualisiert am

Bild: REUTERS

Malaysia Airlines kämpft um ihre Existenz. Nachdem ein Flugzeug verschwand und eines über der Ukraine abgeschossen wurde, baut die Fluggesellschaft jede dritte Stelle ab. Der Name soll aber bleiben.

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          Mit der Streichung tausender Stellen, einem ausgedünnten Streckennetz und einem neuen Chef will die kriselnde Fluggesellschaft Malaysia Airlines eine Pleite abwenden. Der staatliche Investmentfonds Khazanah Nasional, der das Unternehmen komplett kontrolliert, kündigte am Freitag an, 6000 Stellen zu streichen - also etwa jeden dritten Arbeitsplatz. Den Namen der durch die beiden Unglücke im März und im Juli in Verruf geratenen Airline zu ändern, sei jedoch nicht geplant.

          Der am Freitag vorgelegte Umbauplan sieht auch eine „Rationalisierung“ des Streckennetzes vor - unter diesem Schlagwort hatte Malaysia Airlines in der Vergangenheit bereits häufig die Abschaffung unrentabler Strecken bekannt gegeben. Die Fluggesellschaft soll zudem einen neuen Chef bekommen; bis Jahresende solle die Personalie geklärt sein, kündigte Khazanah Nasional an. Der bisherige Airline-Chef Ahmad Jauhari Yahya solle seinen Posten aber bis Mitte 2015 weiter ausüben, um einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen.

          Die Malaysia Airlines leidet schwer unter den beiden Unglücken in diesem Jahr: Im März war eine Maschine der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden; noch immer fehlt jede Spur. Am 17. Juli wurde dann ein weiteres Passagierflugzeug der Airline auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ukraine abgeschossen; alle 298 Menschen an Bord wurden getötet. Im zweiten Quartal machte Malaysia Airlines einen Verlust von 307 Millionen Ringgit (73,9 Millionen Euro).

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