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Nach MH17-Absturz : Lufthansa umfliegt Iraks Luftraum

  • Aktualisiert am

Eine Passagiermaschine der Lufthansa startet in Frankfurt Bild: dpa

Die Lufthansa spricht von einer „vorsorglichen“ Sicherheitsmaßnahme und meidet zumindest zwei Tage lang den Irak. Haben die islamistischen IS-Rebellen dort Boden-Luft-Raketen?

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          Die Lufthansa meidet am Wochenende aus Sicherheitsgründen den irakischen Luftraum. Es handle sich um eine „vorsorgliche“ Maßnahme, die ab sofort und bis einschließlich Sonntag gelte, teilte das Unternehmen am späten Freitagabend vor dem Hintergrund anhaltender Kämpfe im Irak mit. Betroffen sind auch die Tochtergesellschaften Lufthansa Cargo, Austrian Airlines und Swiss. Der Lufthansa zufolge wird in dem Zeitraum auch die Stadt Erbil im kurdischen Norden des Irak nicht angeflogen.

          Zwar lägen dem Konzern derzeit „keine Erkenntnisse“ über eine Gefährdung von Überflügen vor, erklärte die Lufthansa. Die Maßnahme sei dennoch getroffen worden, da die „Hintergründe der Entscheidung einiger Luftfahrtbehörden derzeit noch unklar sind und einer eingehenden Bewertung bedürfen“. Demnach trug der Konzern auch besorgten Kunden und Besatzungen Rechnung. Die „Sicherheit und das Wohlbefinden der Passagiere“ habe stets höchste Priorität. Durch das Umfliegen des Luftraums gebe es nur geringfügig veränderte Flugzeiten, hieß es.

          Hat Isis Boden-Luft-Raketen?

          Der Irak wird derzeit von einer neuen Welle der Gewalt beherrscht. Sunnitische Extremisten ( "IS") starteten im Juni einen Feldzug und eroberten mehrere Provinzen. Nach Informationen der britischen „Times“ untersuchen die Vereinigten Staaten derzeit, ob die Kämpfer über Raketen aus Syrien verfügen, mit denen ein Passagierflugzeug abgeschossen werden könnte.

          Am 17. Juli war eine Maschine von Malaysia Airlines über dem Osten der Ukraine abgestürzt, fast 300 Menschen starben bei der Tragödie. Die Regierung in Kiew und westliche Staaten werfen den prorussischen Separatisten in dem Gebiet vor, Flug MH17 mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen zu haben.

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