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Kritik an Adidas : Buhmann der Nation

Vom Börsenliebling zum Buhmann: Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted. Bild: Reuters

Nach der Ankündigung, die Miete für geschlossene Läden nicht zu bezahlen, stand der Sportartikelhersteller in der Kritik. Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted entschuldigt sich jetzt. Ob das reicht, ist fraglich.

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          Die Kontroverse um Mietstundungen kann Kasper Rorsted nicht mehr einfangen. Vergangenes Wochenende ist der Vorstandsvorsitzende von Adidas zum Buhmann der Nation geworden. Ausgerechnet er: Liebling der Börse, Gesicht einer Sport- und Spaßmarke mit Anspruch auf gesellschaftliche, soziale sowie ökologische Verantwortung – fernab jeglicher Konfliktwelt, auch wenn das Unternehmen Großsponsor zwielichtiger Sportorganisationen wie Fifa ist. Nun ist die Strahlkraft der drei Streifen, immer gut für höchste Aufmerksamkeit, für den 58 Jahre alten Dänen ein Bumerang geworden.

          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Rorsted, seit Oktober 2016 Vorstandschef in Herzogenaurach und Nachfolger des heutigen FC-Bayern-München-Präsidenten Herbert Hainer, hat die Erkenntnis gewonnen, dass kommunikationstechnisch vieles in den vergangenen Tagen schief gelaufen ist. Er hat die Reaktionen falsch eingeschätzt, was Adidas mit dem zugegebenermaßen auch verkürzt und teilweise sogar falsch dargestellten Mietzahlungsstopp an Vermieter losgetreten hat. Im Nachhinein wird er sich fragen müssen, ob er nicht voreilig war oder gar falsch entschieden hat, diese drastische Maßnahme als Kosten-Notbremse nach dem „Shut down“ zu ergreifen.

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