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Nach Insolvenzverfahren : Beate Uhse soll wiederauferstehen

Verschiedene Kondome der Marke Durex, Vibratoren und Dildos stehen in einem Sex-Shop der Beate Uhse AG. Bild: dpa

Mit Beate Uhse stand der wohl bekannteste Erotikhändler vor dem Aus. Unter dem alten Chef aber mit neuem Namen und Gesellschafter soll das Geschäft mit der Liebe wieder laufen.

          Das Insolvenzverfahren des Erotikartikelhändlers Beate Uhse ist weitgehend abgeschlossen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, ist die Frist für Einsprüche gegen den Insolvenzplan verstrichen. Auch weitere „formelle Hürden“ seien beseitigt worden, womit das Unternehmen im Kern gerettet sei. Es werde nun unter dem Namen Be You GmbH weitergeführt und umfasse den Einzelhandel sowie das Online-Geschäft, die Marken Beate Uhse und Adam & Eve in Frankreich sowie die Tochtergesellschaft Pabo in den Niederlanden.

          Christian Müßgens

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Der bisherige Vorstandsvorsitzende Michael Specht soll weiter die Geschäfte führen. Er gab sich zuversichtlich, dass unter dem Dach des neuen Hauptgesellschafters, eines vom Finanzinvestor Robus Capital verwalteten Fonds, ein erfolgreicher Neustart möglich sei. Der offizielle Sachwalter, Sven-Holger Undritz von der Kanzlei White & Case, betonte, das Verfahren sei ein „Kraftakt“ für alle Beteiligten gewesen. Das lag besonders an der komplizierten Struktur mit Tochter- und Dachgesellschaften in mehreren Ländern, die jeweils wichtige Vermögenswerte für die Fortführung der Gesellschaft enthielten.

          Eine Gesamtbilanz der Insolvenz steht noch aus. Nach früheren Angaben droht den Gläubigern ein fast vollständiger Verlust ihres Kapitals. Auch würden nur etwa 150 von zuletzt rund 350 Arbeitsplätzen erhalten, hatte es geheißen. Die Beate Uhse AG hatte im Dezember Insolvenz angemeldet, nachdem jahrelange Bemühungen um eine Sanierung der Gesellschaft gescheitert waren.

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