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Unsichere Perspektiven : Streit um Italiens Autobahn-Netz

Blick auf die Baustelle: Das Bauwerk ersetzt die Morandi-Brücke, die am 14. August 2018 in der nordwestlichen Küstenstadt Genua zusammenbrach und 43 Menschen das Leben kostete. Bild: dpa

Nach dem Urteil des italienischen Verfassungsgerichts verschärft sich der politische Streit um die Italiens Autobahnen. Die unsicheren Perspektiven drohen dem Autobahnbetreiber finanzielle Probleme zu bereiten.

          2 Min.

          Auseinandersetzungen um den Betrieb der Autobahnen in Italien gefährden nun auch die Existenz der Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte. Der Streit um die Autobahnkonzessionen der von der Familie Benetton kontrollierten Gesellschaft „Autostrade per l’Italia“ ist nun auf dramatische Weise entflammt. Verschiedene Faktoren haben den Streit verschärft. Zum einen soll vor dem zweiten Jahrestag des Brückeneinsturzes in Genua, am 14. August, die neue Brücke eingeweiht werden.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Formell besitzt „Autostrade“ noch immer die Konzession für die Autobahn A 10 von Genua nach Savona, weshalb die Verkehrsministerin Paola De Micheli offiziell mitteilte, dass vorläufig die neu gebaute Brücke dem bisherigen Betreiber zur Verwaltung übergeben werden müsse. Die maßgeblich an der Regierung beteiligte Fünf-Sterne-Bewegung sieht darin einen Affront. Schließlich sei „Autostrade“ nicht in der Lage gewesen, die Sicherheit der Genueser Autobahnbrücke zu garantieren. Auch die Verwandten der 43 Opfer des Brückeneinsturzes im Jahr 2018 protestieren.

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