https://www.faz.net/-gqe-8wvwq

Nach Einigung mit Youtube : Gema nimmt erstmals mehr als eine Milliarde Euro ein

  • Aktualisiert am

Nach sieben Jahren Streit einigten sich Youtube und die Gema im vergangenen November. Bild: dpa

Die Musikverwertungsgesellschaft Gema hat deutlich mehr Geld verdient im vergangenen Jahr. Grund dafür ist das Ende eines langen Rechtsstreit mit einem großen Technologieunternehmen.

          1 Min.

          Die Musikverwertungsgesellschaft Gema hat im Jahr 2016 erstmals mehr als eine Milliarde Euro eingenommen. Die Erträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um gut 130 Millionen Euro, wie die Gesellschaft an diesem Donnerstag in München mitteilte.

          Ein wichtiger Grund dafür ist die Beilegung eines langjährigen Rechtsstreits mit dem Videoportal Youtube. Die Google-Tochtergesellschaft hat Gema-Gebühren für die Jahre 2009 bis 2016 nachgezahlt.

          Die Folge: Die Einnahmen aus der Online-Musiknutzung verdoppelten sich von 40 auf knapp 82 Millionen Euro. Und 80 Millionen Euro mehr Geld bekam die Gema von den Verbänden der Geräteindustrie für Smartphones und Tablets.

          Die Gema hatte sieben Jahre mit Youtube vor Gericht gestritten. Im vergangenen November teilten beide Seiten dann überraschend mit, dass sie sich außergerichtlich einigten.

          Seitdem sind viele Musikvideos auf Youtube zu sehen, die vorher gesperrt waren. Der Großteil der Gema-Einnahmen - insgesamt 866 Millionen Euro - wird an die Inhaber der Urheberrechte ausgezahlt; das sind Komponisten, Texter und Musikverlage. Der Rest fließt in Verwaltung und Betrieb der Gesellschaft.

          Weitere Themen

          VW Tiguan 2.0 TDI Elegance Video-Seite öffnen

          F.A.Z.-Fahrbericht : VW Tiguan 2.0 TDI Elegance

          Mit dem Tiguan rollt der VW das SUV-Feld von hinten auf: Mehr als 760 800 Kunden entschieden sich bis Ende vergangenen Jahres allein in Deutschland für das kompakte SUV mit dem Phantasienamen Tiguan. Die jüngste Modellpflege im Sommer 2020 brachte dem Dauerbrenner mehr Digitalisierung, neue Infotainment- und Assistenzsysteme sowie ein erweitertes Motorenprogramm. Was das jüngste Modell alles kann und ob sich ein Kauf lohnt erfahren Sie in unserem Fahrbericht.

          Topmeldungen

          Die menschenleere Innenstadt von Hannover Anfang April: Die Ausgangssperre ist auch ein deutliche Zeichen an die Leichtsinnigen und Gleichgültigen.

          Bundes-Notbremse : Leichtsinnige, Verbohrte, Gleichgültige

          Es liegt nicht am „Versagen“ von Bund, Ländern und Kommunen, dass die Notbremse überfällig ist. Es liegt an widersprüchlichen Interessen, deren Gegensätze größer, nicht kleiner werden.
          Der französische Präsident Macron und seine Frau begrüßen am Freitag in Paris den ukrainischen Präsidenten Selenskyj und dessen Frau.

          Gespräch mit Macron und Merkel : Selenskyj macht Druck

          Deutschland, Frankreich und die Ukraine fordern einen Abzug der russischen Truppen von der Grenze zur Ukraine. Der ukrainische Präsident dringt auf einen neuen Gipfel mit Putin unter deutsch-französischer Vermittlung.
          Sieht sich als Volkstribun: Markus Söder (CSU, l.), hier am 11. April mit Armin Laschet (CDU) in Berlin

          Söders Ambitionen : Die Zerstörung der CDU?

          Macron in Frankreich, Kurz in Österreich und Trump in Amerika haben vorgemacht, wie man jenseits der etablierten Parteistrukturen an die Macht kommt. Manches spricht dafür, dass Bayerns Ministerpräsident etwas Ähnliches vor hat.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.