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Nach Dieselskandal : Audi-Aufsichtsrat will vier neue Vorstände berufen

  • Aktualisiert am

Der Audi-Vorstandsvorsitzende Ruper Stadler bei einer Pressekonferenz in Ingolstadt Bild: Reuters

Während der halbe Vorstand des Autoherstellers in Ingolstadt ausgetauscht werden soll, wird dessen Vorsitzender Rupert Stadler vermutlich im Amt bleiben.

          Der Audi-Aufsichtsrat will heute über die Ablösung des halben Vorstands entscheiden. Bei der außerordentlichen Sitzung in Ingolstadt sollen laut Insidern neue Ressortchefs für Finanzen, Vertrieb, Produktion und Personal berufen werden. Der Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler, über dessen baldigen Abgang seit Bekanntwerden des Dieselskandals vor fast zwei Jahren regelmäßig spekuliert wird, soll den Kreisen zufolge weiter im Amt bleiben. Die Eigentümerfamilien Porsche und Piech stehen hinter dem langjährigen Audi-Chef.

          Unterschiedliche Interessen von Familienvertretern, Arbeitnehmern und Spitzenmanagern sorgten vor der Aufsichtsratssitzung für öffentlich ausgetragene Querelen: Der Vorschlag, den Chef der ungarischen Motorentochter und Audi-Kontrolleur Peter Kössler zum neuen Produktionsvorstand zu machen, stieß einem Insider zufolge bei Wolfgang Porsche auf Missfallen. Als künftiger Personalchef gesetzt gilt der langjährige Konzernmanager Wendelin Göbel, ein Vertrauter von VW-Chef Matthias Müller wie auch von Audi-Chef Stadler.

          Mit dem Austausch von vier der insgesamt sieben Top-Manager will das Kontrollgremium wieder etwas Ruhe in das krisengeschüttelte Unternehmen bringen. Um die Hängepartie nicht bis zur nächsten regulären Aufsichtsratssitzung Ende September zu verlängern und die Personalspekulationen vor der Automesse IAA zu beenden, beraumte der Aufsichtsrat die außerordentliche Sitzung für Montag an.

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