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Nach der Insolvenz : In den meisten Max-Bahr-Märkten geht’s weiter

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Bauhaus hat viele Max-Bahr-Märkte übernommen. Bild: dpa

Die Pleite der Baumarktkette Praktiker zog auch die Max-Bahr-Gruppe in den Abgrund. Für die meisten Filialen sind nun neue Eigentümer gefunden - manche bleiben Baumarkt, andere werden Möbelhaus.

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          Der Übergang scheint einigermaßen gelungen: Kurz bevor der Ausverkauf in den Märkten der insolventen Baumarktkette Max Bahr endet, sind vier Fünftel der 78 Häuser in neuen Händen. An vielen Standorten seien andere Anbieter eingezogen. Allein Bauhaus habe 21 Immobilien übernommen, teilte der Max-Bahr-Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder nun mit. 13 Häuser und Grundstücke gingen an den österreichischen Möbelhändler XXXLutz, der dort Möbelhäuser einrichten will. In fünf Häuser zieht die Möbelkette Poco ein. Zum Ende des Monats werden die Häuser an die neuen Eigentümer und Betreiber übergeben.

          Die Rettung der gesamten, zum Pleite gegangenen Praktiker-Konzern gehörigen Max-Bahr-Kette war im vergangenen November quasi in letzter Minute gescheitert. Der von der britischen Royal Bank of Scotland beherrschte und selbst insolvente Immobilienfonds Moor Park, dem 67 Max-Bahr-Immobilien gehörten, hatte sich nicht mit der Supermarktkette Globus darauf einigen können, 60 Häuser zu verkaufen oder weiter zu betreiben.

          Moor-Park-Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann zieht ein positives Fazit der Entwicklung: Die neuen Betreiber schafften nach dem Umbau rund 2750 Arbeitsplätze - „wahrscheinlich sogar mehr als in der früheren Firma Max Bahr vorhanden waren“, sagte er: „Insgesamt erweist sich das von uns für die Max-Bahr-Immobilien erarbeitete Konzept als das beste für die Erhaltung der Arbeitsplätze.“

          Auch Max-Bahr-Verwalter Schröder sprach vom „unter diesen Umständen bestmöglichen Ergebnis“. Für Beschäftigte, die nicht gleich bei einem der neuen Betreiber weiterbeschäftigt werden, werde zum 1. März eine Transfergesellschaft geschaffen, in der sie drei bis sechs Monate lang fortgebildet werden können.

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