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Nach Absatzrückgängen : VW sorgt sich um chinesischen Automarkt

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Hier interessieren sich die Chinesen noch für Volkswagen. Inzwischen schwächelt der Absatz aber. Bild: Reuters

Um mehr als 10 Prozent ist der Absatz chinesischer Autobauer im Oktober eingebrochen. Auch Volkswagen kämpft mit dem schwächelnden Absatz. Und fordert jetzt Steuererleichterungen von China.

          Der Automarkt in China wird sich nicht so schnell erholen. Das zumindest erwartet der Volkswagen-Konzern. „Der Markt ist eine Herausforderung. Seit Juni fällt jeder Monat schlechter aus“, sagte VW-China-Vorstand Jochem Heizmann am Donnerstag im Vorfeld der Automesse in der südchinesischen Stadt Guangzhou.

          Demnach ist für den Gesamtmarkt in diesem Jahr mit keinem Wachstum mehr zu rechnen. Möglich sei ein Rückgang in der Größenordnung von „ein bis zwei Prozent“. Auch im kommenden Jahr könnte das Wachstum „flach“ ausfallen, sagte Heizmann weiter.

          Rückläufiger Automarkt

          In China ist der Markt für Autos seit mehreren Monaten rückläufig. Weil sich Käufer wegen der schwächeren Konjunktur und aus Sorge um den Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten zurückhielten, war der Absatz aller Autobauer in den ersten zehn Monaten um 0,1 Prozent auf 22,97 Millionen Autos gefallen. Allein im Oktober betrug das Minus laut des chinesischen Autoverbands CAAM 11,7 Prozent, der größte Rückgang seit sieben Jahren.

          Volkswagen wird in diesem Umfeld seine für das Jahr gesteckten Ziele nicht erreichen. Dennoch rechnete Heizmann mit einer besseren Entwicklung als im Gesamtmarkt. „Wir wachsen und erwarten auch für nächstes Jahr Wachstum“, sagte Heizmann.

          Der VW-Konzern hatte in den ersten neun Monaten 2018 in China und Hongkong 3,04 Millionen Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, das waren 5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Beobachter gingen davon aus, dass dieses Plus bis Ende des Jahres noch etwa zwei Prozent betragen wird.

          Hoffnung auf Steuererleichterungn

          Besonders schwer haben es derzeit die Autos der VW-Marke, deren Verkäufe im September um 10,5 Prozent und im Oktober um 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen.

          Zu Berichten, dass Chinas Regierung über Steuererleichterungen für Autokäufer nachdenke, um dem Markt neuen Schwung zu geben, sagte Heizmann: „Die Regierung sollte das so schnell wie möglich entscheiden.“ Nötig sei ein klares „Ja“ oder „Nein“, weil sich Käufer andernfalls in Erwartung sinkender Abgaben mit Käufen zurückhalten würden.

          Mittelfristig sah Heizmann auf dem weltweit größten Automarkt weiterhin große Chancen. Das Potenzial sei größer als in jedem anderen relevanten Automarkt der Welt.

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