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Trotz Pandemie-Folgen : Münchener Rück erhöht Dividende um 12 Prozent

  • Aktualisiert am

Logo der Münchener Rück Bild: dpa

Münchener Rück weist vor allem durch die Rückversicherung einen Nettogewinn von fast 3 Milliarden Euro aus. Aber die Schäden aus Naturkatastrophen verdreifachten sich und auch Pandemie-Folgen machten sich bemerkbar.

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          Die Münchener Rück hat ihr selbstgestecktes Gewinnziel trotz zusätzlicher Belastungen aus der Corona-Krise übertroffen. Der größte Rückversicherer der Welt erwirtschaftete im vergangenen Jahr ein Nettoergebnis von 2,93 Milliarden Euro (2020: 1,21), wie er am Mittwoch in München mitteilte. Angepeilt hatte die Münchener Rück 2,8 Milliarden.

          Während die Belastungen aus der Corona-Pandemie – vor allem durch Absagen von Großveranstaltungen und Betriebsunterbrechungen – deutlich zurückgingen, schlug wie befürchtet eine steigende Zahl von Covid-19-Toten in der Lebensrückversicherung mit 785 Millionen Euro zu Buche. Vor allem in den USA, Südafrika und Indien starben deutlich mehr Menschen als gewohnt.

          Für das neue Jahr peilt Vorstandschef Joachim Wenning einen Nettogewinn von 3,3 Milliarden Euro an; die Pandemie dürfte dann nur noch mit 300 Millionen Euro zu Buche schlagen. Auf mehr als drei Milliarden Euro Gewinn war die Münchener Rück zuletzt 2015 gekommen, 3,3 Milliarden wären der höchste Wert seit 2013. Wenning hat dem Rückversicherer einen Wachstumskurs verordnet, um die Ergebnisse nach oben zu treiben. „Das Strategieprogramm 'Ambition 2025' ist sehr gut aus den Startlöchern gekommen und hat Fahrt aufgenommen“, sagte Wenning. „Diesen Schwung und das gute Marktumfeld werden wir konsequent nutzen.“

          Gutes Geschäft mit Erstversicherern

          Das zeigt sich auch bei den Verhandlungen zur Erneuerung der Verträge mit den Erstversicherern zum 1. Januar. Hier zeichnete die Münchener Rück fast 15 Prozent mehr Geschäft, obwohl die Preise, bereinigt um die wachsenden Risiken, nur um 0,7 Prozent stiegen. Auch für die nächsten Erneuerungsrunden im April und Juli biete das Marktumfeld attraktive Wachstumsmöglichkeiten, hieß es. Die Beitragseinnahmen will Wenning im laufenden Jahr auf rund 61 Milliarden steigern.

          Bereits 2021 war die Münchener Rück mit 59,6 Milliarden Euro – einem Plus von 8,5 Prozent – auf ein Rekordergebnis gewachsen. Den Löwenanteil zum Gewinn steuerte abermals die Rückversicherung bei, obwohl sich die Schäden aus Naturkatastrophen auf 3,1 Milliarden Euro verdreifachten. Größter Schaden war der Hurrikan „Ida“ mit 1,2 Milliarden. Die Flutkatastrophe an Ahr und Erft im Juli kostete die Münchener Rück eine halbe Milliarde Euro. Die Corona-Schäden in der Schaden- und Unfallversicherung gingen dagegen auf 212 Millionen Euro zurück. Die Erstversicherungs-Tochter Ergo übertraf mit einem Gewinn von 605 (517) Millionen Euro ihr Ziel.

          Von den steigenden Gewinnen sollen auch die Aktionäre profitieren. Die Münchener Rück erhöht die Dividende um zwölf Prozent auf elf Euro, wie sie am Dienstag angekündigt hatte. Weil die Kapitaldecke mit einer Solvenzquote von 227 (Ende 2020: 208) dicker ist als geplant, will sie nach zwei Jahren Pause auch den Rückkauf eigener Aktien wieder aufnehmen. Von Ende April an sollen dafür innerhalb eines Jahres bis zu eine Milliarde Euro ausgegeben werden.

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