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In München : Ein Labor für die intelligente Stadt

Raum für Smart Cities: Urban Colab in München Bild: UnternehmerTUM GmbH/Stefan Muel

Bauen, Klimaschutz und Mobilität: Das Gründerzentrum UnternehmerTUM und München starten einmaliges Kooperationsmodell.

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          Die Landeshauptstadt München, die Universitäten und das mit ihnen eng verbundene Gründerzentrum UnternehmerTUM gehen einen neuen Weg, um den Ausbau intelligenter und vernetzter Strukturen in Metropolen (Smart City) für die Isar-Metropole zu forcieren. Am Montag ist das Munich Urban Colab an den Start gegangen. Es soll ein Schmelztiegel werden, in dem Start-ups, etablierte Unternehmen, Wissenschaft, Kreative und Kunstschaffende Konzepte für die intelligente Stadt der Zukunft entwickeln.

          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Das Besondere: Eng eingebunden ist die Stadtverwaltung als aktiver Partner. Ebenso ist die Öffentlichkeit bewusst in das Modell einbezogen, für die ein transparentes Gebäude mit 11.000 Quadratmeter Nutzfläche in zentraler Lage zugänglich ist, das nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet wurde.

          Im Projekt geht es um Bauen, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Mobilität in Städten. Lösungen für urbanes Leben und Wohnen sowie für die Nutzung des öffentlichen Raums sollen gefunden werden – alles unter dem Aspekt einer nachhaltigen Lebensweise, die auch ökonomisches Potential birgt. Colab soll einen Beitrag zur EU-Initiative „Neues Europäisches Bauhaus“ leisten, um mit Design, Nachhaltigkeit, Inklusion und Innovationen Teil des europäischen „Grünen Deals“ zu werden.

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          Nach Angaben der Initiatoren ist das Munich Urban Colab „ein international einzigartiger Ort für Smart-City-Lösungen“. Das gebe es in dieser Form bislang nicht. Es besteht aus einem umfangreichen Netzwerk, wie es sonst kaum zur Verfügung steht und das die unterschiedlichsten Welten miteinander verbindet. UnternehmerTUM als Gründerzentrum fördert junge Unternehmen; hinter ihm steht die BMW-Erbin Susanne Klatten, die Financier und Aufsichtsratsvorsitzende der nicht gewinnorientierten und eng mit der TU München kooperierenden Organisation ist.

          Genauso gehören dazu Fachleute aus Technologie und Wissenschaft. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich zahlreiche Fakultäten der TU München, der Ludwig-Maximilians-Universität sowie der Hochschule München (Fachhochschule). Etablierte Unternehmen wie BMW, Siemens, SAP und Infineon haben ebenso Zugang wie Finanzinvestoren, insbesondere Risikokapitalgeber für Gründungen in Frühphasen (Venture Capital).

          Für Susanne Klatten soll dort das interdisziplinäre Miteinander gelebt werden. „Stadt, Forschung, Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger sind vereint“, sagte sie am Montag. „Die Architektur des Gebäudes strahlt bewusst Transparenz aus. Wir laden alle Münchnerinnen und Münchner ein, uns zu besuchen; im Café etwas zu trinken, sich die Werkstätten anzuschauen.“ Mitten in der Stadt würden Prototypen gebaut. „Lebenswerte, nachhaltige Städte brauchen Konzepte, an denen sich die Bürgerinnen und Bürger beteiligen können.“

          Erstmals hat sich das Gründerzentrum mit „Smart City“ auf ein Schwerpunktthema in der Förderung und der interdisziplinären Zusammenarbeit konzentriert. Die Baukosten von 30 Millionen Euro hat UnternehmerTUM übernommen, die Landeshauptstadt hat das Grundstück zur Verfügung gestellt.

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