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Vor Brexit : Morgan Stanley verlagert offenbar 100 Milliarden Euro nach Frankfurt

  • Aktualisiert am

Das Logo der amerikanischen Großbank Morgan Stanley Bild: Reuters

Die amerikanische Investmentbank plant offenbar, Vermögenswerte in Milliardenhöhe von Großbritannien nach Deutschland zu bringen. Auch andere Banken hatten in den vergangenen Monaten Verlagerungen bekannt gegeben.

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          Die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley plant der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge etwa 100 Milliarden Euro (rund 120 Milliarden Dollar) an Vermögenswerten nach Frankfurt zu verlagern. Die Bank will einer nicht genannten Quelle zu Folge einen Großteil der Vermögenswerte im ersten Quartal des kommenden Jahres transferieren und in der Morgan Stanley Europe SE bündeln, die ihren Sitz in Frankfurt hat. Eine Sprecherin von Morgan Stanley lehnte eine Stellungnahme ab.

          Mit Morgan Stanley würde eine weitere Bank ein starkes Zeichen vor dem Brexit senden. Bekanntlich nähert sich die britische Übergangszeit dem Ende, ohne dass bisher ein Finanzdienstleistungsabkommen in Sicht ist. Dies nährt die Sorgen, dass der Finanzplatz London seine dominante Position in den kommenden Jahren allmählich verlieren könnte.

          Auch andere amerikanische Banken wie JP Morgan oder auch Goldman Sachs hatten in den vergangenen Monaten schon Verlagerungen in die Europäische Union (EU) bekannt gegeben. Die Verlagerungen, die für JP Morgan 200 Milliarden Euro an Vermögenswerten und 200 Mitarbeiter umfassen, sind nur die „erste Welle“, sagte Dorothee Blessing, die Co-Leiterin der europäischen Investmentbanking-Einheit, im September. Morgan Stanley hat schon Mitarbeiter von London an verschiedene Standorte in der EU wie Madrid und Mailand verlegt 

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