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Mögliche Stahlfusion : Thyssen gibt sich wohl mit weniger zufrieden

  • Aktualisiert am

Die Konzernzentrale von Thyssen steht in Essen. Bild: AFP

Legt der deutsche Industriekonzern Thyssen sein Stahlgeschäft mit einem indischen Wettbewerber zusammen? Die Führung will das in diesem Monat klären - und rückt offenbar in einem Punkt von ihrer bisherigen Haltung ab.

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          Der deutsche Industriekonzern Thyssen Krupp will sich wohl infolge einer Fusion seiner Stahlsparte mit dem Konkurrenzen Tata mit weniger als 50 Prozent der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen begnügen. Damit könne Thyssen Krupp das schwächelnde Geschäft aus seiner Bilanz herausbekommen, berichtete das „Handelsblatt“ und beruft sich dabei auf einen Konzernmanager.

          Bislang hatten die Düsseldorfer erklärt, 50 Prozent halten zu wollen. Dem Bericht zufolge will der Thyssen-Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger noch in diesem Monat mit Tata-Chef Natarajan Chandrasekaran darüber sprechen, ob ein Zusammenschluss mit Tata Steel Europe machbar sei. Eine Entscheidung solle noch in dem bis Ende September laufenden Geschäftsjahr 2016/17 gefällt werden.

          Thyssen wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern. Bei Tata war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

          Mitte Mai war die Fusionsspekulation neu aufgekommen, nachdem Tata von einer grundsätzlichen Einigung mit dem britischen Pensionsfonds berichtet hatte. Die Pensionslasten von Tata in Höhe von umgerechnet rund 17,5 Milliarden Euro gelten als ein Haupthindernis für ein Gemeinschaftsunternehmen. Unter den Arbeitnehmern treffen die Fusionspläne weiter auf Ablehnung.

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