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Thyssen und Tata : Jetzt reden die Chefs

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Vor wenigen Tagen sind in Deutschland Tausende Stahlarbeiter auf die Straße gegangen, um für ihre Branche zu protestieren. Bild: AFP

Macht Thyssen Krupp bald mit dem indischen Tata-Konzern gemeinsame Sache? Mittlerweile reden wohl schon die obersten Chefs darüber.

          Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss der europäischen Stahlgeschäfte von Thyssen Krupp und dem indischen Konzern Tata Steel nehmen offenbar konkretere Formen an. Die Konzerne spielten auf höchster Ebene verschiedene Szenarien für eine Kombination durch, berichtet die „Rheinische Post“.

          Eine Variante sehe vor, die europäischen Stahlgeschäfte jeweils ihrem Wert entsprechend an einem Gemeinschaftsunternehmen zu beteiligen und diese Gesellschaft dann an die Börse zu bringen. Sollte einer der beteiligten Konzerne dann weitere Anteile verkaufen wollen, könne dies über die Börse geschehen.

          Zudem habe Tata Steel auch großes Interesse an dem brasilianischen Werk von Thyssen Krupp, heißt es in dem Bericht weiter, der allerdings nicht aufklärt, woher die Informationen stammen. Eine Einigung stehe dem Vernehmen nach aber nicht unmittelbar bevor. Im Gespräch seien auch noch andere Optionen. Thyssen Krupp und Tata Steel Europe wollten sich dem Bericht nach nicht äußern.

          Es gibt zwei Gründe dafür, dass Bewegung in die europäische Stahlbranche kommt: Allgemein ist das Angebot auf der Welt groß gerade auch wegen der günstigen Produktionen aus China. Konkret beabsichtigt der indische Tata Steel-Konzern, sich etwa von seinen britischen Stahlunternehmen zu trennen. Dabei geht es um viele Tausend Arbeitsplätze. Zumindest für ein Werk im Norden Englands gibt es aber mittlerweile einen Käufer.

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