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Möbelhersteller : Schieder-Gruppe vorerst gerettet

  • Aktualisiert am

Schieder-Mitarbeiter demonstrieren vor den Türmen der Deutschen Bank in Frankfurt Bild: picture-alliance/ dpa

Europas größter Möbelhersteller hat mit frischem Geld etwas Zeit gewonnen. Nach der Einigung mit Banken und Gläubigern ist die Insolvenz vorerst abgewehrt. Endgültig gerettet ist das Unternehmen aber nicht.

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          Der größte europäische Möbelhersteller, die Schieder-Gruppe, hat sich nach Angaben von Arbeitnehmervertretern vorerst vor der Insolvenz gerettet. Eine Überbrückungsfinanzierung für die Detmolder Gruppe mit rund 11.000 Mitarbeitern sei nun in trockenen Tüchern, sagte ein Vertreter der IG Metall Detmold am Donnerstag. Gläubiger, Banken und Management hätten sich auf eine Finanzspritze von rund 70 Millionen Euro geeinigt. An den Verhandlungen war auch die Deutsche Bank beteiligt. Er erwarte, dass die Insolvenzanträge für die Holding und mehrere Tochtergesellschaften noch im Laufe des Tages zurück gezogen würden, erklärte der Gewerkschafter.

          Verschnaufpause

          Schieder habe nun erst einmal Luft, um die Sanierung der Gruppe anzugehen, sagte der IG-Metall-Vertreter. Material könne nun bezahlt und die Produktion wieder hochgefahren werden. Schieder sei aber noch nicht endgültig gerettet: „Wir haben einen Aufschub, aber noch keine Problemlösung.“

          Von Schieder selbst war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Schieder produziert nach eigenen Angaben an 41 Standorten. Die Gruppe verfüge über Kunden in 60 Ländern. Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr hatte die Gruppe im vergangenen Januar nicht geben wollen.

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