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Modeschmuck : Bijou Brigitte leidet unter Nachahmern

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Weltweit über 1000 Filialen: Bijou Brigitte Bild: dpa/dpaweb

Das Modeschmuckunternehmen Bijou Brigitte galt an der Börse lange als große Erfolgsgeschichte. Dann wurde das Geschäftsmodell immer mehr kopiert. Seit April 2006 geht es mit der Aktie bergab. Jetzt meldet das Unternehmen den ersten Gewinnrückgang seit zehn Jahren.

          Die Modeschmuckkette Bijou Brigitte hat 2007 wegen der wachsenden Konkurrenz zum ersten Mal seit zehn Jahren Gewinn eingebüßt. Der Nettogewinn habe 2007 leicht unter dem Rekordergebnis des Vorjahres von 80,3 Millionen Euro gelegen, teilte das Hamburger Unternehmen am Donnerstag mit. Bijou Brigitte leide darunter, dass immer mehr Modeketten auch Accessoires und Schmuck anböten, erklärte eine Sprecherin. Auch habe die Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland auf die Konsumlaune gedrückt.

          Im Frankfurter Parkett-Handel reagierten die Aktien mit Kursverlusten von zeitweise elf Prozent auf 97,38 Euro auf die Nachrichten. Der in den 60er Jahren gegründete Schmuckhändler steigerte den Umsatz 2007 zwar um 5,4 Prozent auf 367 Millionen Euro, auf vergleichbarer Fläche gingen die Erlöse aber um 3,9 Prozent zurück.

          Bijou Brigitte expandierte kräftig im Ausland, auch wenn sich das Wachstumstempo etwas verlangsamte. 2007 stieg die Zahl der Filialen um 74 auf 1005 Geschäfte weltweit. 2006 hatte das Unternehmen sein Filialnetz um 119 Geschäfte erweitert. Bijou Brigitte ist in 13 Ländern aktiv, darunter Italien, Frankreich, Vereinigte Staaten und Polen.

          Die genauen Gewinnzahlen und eine Aussage zur Dividende, die 2006 bei 6,50 Euro gelegen hatte, will das Unternehmen im März veröffentlichen.

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