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Unverkaufte Kleidungsstücke : Einlagern oder gleich verbrennen?

Hilfe! Der Modehandel wird seine Ware nicht los und kämpft um die Existenz. Bild: EPA

Die Frühjahrsmode ist da, die Läden aber sind geschlossen und die Lager noch voll. Darf man überschüssige Ware einfach vernichten?

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          Die Zeil, Frankfurts bekannteste Einkaufsstraße, ist wie ausgestorben. In manchen Geschäften hängen noch Weihnachtspullover und Glitzerkleider im Schaufenster. Dahinter unzählige volle Ständer mit Wintermode. In den Schaufenstern werben die Geschäfte mit Rabatten von 50, zum Teil sogar 70 Prozent. In ihrem Online-Shop, versteht sich.

          Madeleine Brühl
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Je länger die Einkaufsmeilen leer bleiben, desto voller werden die Lager: Mode wird zur verderblichen Ware, nicht viel anders als Obst und Gemüse. Äpfel, Birnen, Tomaten sind irgendwann nicht mehr genießbar, Mode irgendwann nicht mehr verkäuflich, der Effekt ist derselbe: Die Ware ist nichts mehr wert. Und da Corona eine globales Problem ist und fast überall der Lockdown regiert, sind die Absatzkanäle weltweit verschlossen. Das verschärft die Lage. Die Hersteller in Bangladesch und den anderen einschlägigen Produktionsstandorten haben die Produktion bereits drastisch reduziert und klagen über ausbleibende Aufträge: Wo sollen die auch herkommen in diesen Tagen.

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