https://www.faz.net/-gqe-9n4fa

F.A.S. exklusiv : Mittelständler beruft sich auf Altmaiers Industriestrategie

  • Aktualisiert am

Hat eine umstrittene Industriestrategie vorgelegt: Peter Altmaier Bild: dpa

Zwei deutsche Unternehmen wollen gemeinsam produzieren, das Kartellamt ist dagegen. Kurz vor einer wichtigen Verhandlung wenden sie sich an den Wirtschaftsminister.

          Vor der Verhandlung um eine Ministererlaubnis für eine Zusammenarbeit der mittelständischen Unternehmen Zollern und Miba appelliert einer der Eigentümer an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). „Minister Altmaier hat mit der Industriestrategie 2030 eine wichtige Debatte angestoßen. Der Mittelstand darf dabei aber nicht übersehen werden", sagte Ludwig Merckle der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Weiter äußerte er: „Die Ministererlaubnis wäre ein wichtiges Signal in dieser Debatte zugunsten mittelständischer Familienunternehmen, die in Deutschland in Zukunftstechnologien investieren und die Herausforderungen des globalen Wettbewerbs annehmen wollen.“ Ludwig Merckle stammt aus der Merkle-Familie, der einst Ratiopharm gehörte und jetzt unter anderem der Pharmahändler Phoenix.

          Am Montag findet die öffentliche mündliche Verhandlung im Verfahren um die Ministererlaubnis statt. Die beiden mittelständischen Unternehmen wollen ihre Gleitlager-Produktion zusammenlegen.

          Sie argumentieren, dass andernfalls die Gleitlager-Produktion von Zollern gefährdet wäre, zudem könnten die beiden Unternehmen zusammen besser Gleitlager für die Windräder entwickeln. Sowohl das Bundeskartellamt als auch die Monopolkommission haben sich allerdings gegen eine Fusion der Geschäftsbereiche ausgesprochen. Merckle hält die Hälfte von Zollern, die andere Hälfte ist im Besitz des Fürsten von Hohenzollern.

          Weitere Themen

          Ola im Härtetest

          FAZ Plus Artikel: Erste IAA für den Daimler-Chef : Ola im Härtetest

          „Wir müssen die Effizienz dramatisch erhöhen“, sagt Ola Källenius und schwört die Belegschaft auf harte Zeiten ein. Die Aktionäre als Eigentümer sollen zugleich höchste Priorität haben. Seine erste IAA als Daimler-Chef hat es in sich.

          Topmeldungen

          Die Ruhe vor der Messe: Ola Källenius im provisorischen Daimler-Hauptquartier auf der IAA

          Erste IAA für den Daimler-Chef : Ola im Härtetest

          „Wir müssen die Effizienz dramatisch erhöhen“, sagt Ola Källenius und schwört die Belegschaft auf harte Zeiten ein. Die Aktionäre als Eigentümer sollen zugleich höchste Priorität haben. Seine erste IAA als Daimler-Chef hat es in sich.
          Erkennt Widersprüche und artikuliert sie auch: Snowdens Buch ist keine rührselige Beichte.

          Snowdens „Permanent Record“ : Die Erschaffung eines Monsters

          Nicht die Rebellion, die Regierungstreue steht am Anfang dieser Biographie: Edward Snowden erzählt glänzend, wie er erwachsen wurde, während die digitale Welt ihre Unschuld verlor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.