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Mitbestimmungs-Streit : VW-Betriebsrat verklagt Porsche

  • Aktualisiert am

Bernd Osterloh Bild: picture-alliance/ dpa

Der Betriebsrat von Volkswagen hat den VW-Großaktionär Porsche verklagt. Dabei geht es um die Mitbestimmung im Aufsichtsrat der Porsche-Holding. Dort sind die VW-Beschäftigten bisher gar nicht und künftig höchstens im gleichen Maß wie die Porsche-Beschäftigten vertreten.

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          Der Betriebsrat von Volkswagen hat den VW-Großaktionär Porsche verklagt. Dabei geht es um die Besetzung des Aufsichtsrats der Porsche-Holding, durch die der VW-Betriebsrat die Mitbestimmungsrechte der VW-Belegschaft beeinträchtigt sieht: im Aufsichtsrat sind die VW-Beschäftigten bisher gar nicht und künftig höchstens im gleichen Maß wie die Porsche-Beschäftigten vertreten.

          Eine solche Klage sei am Montag eingereicht worden, bestätigte ein Sprecher des Stuttgarter Arbeitsgerichts. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh begründete diesen Schritt damit, dass Porsche-Chef Wendelin Wiedeking auf die Bitte um einen Gesprächstermin nicht reagiert habe. Der VW-Betriebsrat habe auch einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen die Eintragung der Porsche-Holding ins Handelsregister gestellt, um seine Rechte zu wahren: «Wenn sich unsere Rechtsauffassung bestätigt, dass die bei Porsche getroffene Mitbestimmungsvereinbarung nichtig ist, dann fehlt eine entscheidende
          Voraussetzung zur Eintragung einer Europäischen Aktiengesellschaft ins Handelsregister», sagte Osterloh in einem Interview mit der «Berliner
          Zeitung». Bei Porsche heißt es, man sehe der Klage gelassen entgegen.

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