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Mitarbeiterbefragung : Schlechte Stimmung in der Deutschen Bank

Verkehrte Welt: Die Mitarbeiter der Deutschen Bank sind nicht mehr mehrheitlich stolz auf ihren Arbeitgeber. Bild: Amadeus Waldner

Ohne Leidenschaft: Nur noch knapp die Hälfte der Mitarbeiter der Deutschen Bank ist stolz darauf, für das Unternehmen zu arbeiten. Das und noch mehr ist bei einer Mitarbeiterbefragung herausgekommen.

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          Der Umbau, die Sparmaßnahmen und die Skandale haben unter den Mitarbeitern der Deutschen Bank die Stimmung auf einen Tiefpunkt sinken lassen. Das geht aus der jüngsten Mitarbeiterbefragung hervor, über die der Vorstandsvorsitzende John Cryan und Personalvorstand Karl von Rohr die Belegschaft am Freitag informierten.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Ergebnisse zeichneten ein ernüchterndes Bild von der Stimmung in der Bank, räumten sie in einer im Internet veröffentlichten Mitteilung ein. Im Mai waren 20 Prozent der 75.000 Mitarbeiter (ohne Postbank) aufgerufen worden, an der Umfrage teilzunehmen. Die Verluste und Rechtsstreitigkeiten nagen am Selbstbewusstsein. Demnach ist nur noch knapp die Hälfte der Mitarbeiter stolz darauf, für die Bank zu arbeiten. „Das ist ein Befund, der uns nicht zufrieden stellen kann“, so Cryan und von Rohr.

          Die von Cryan schon zum Amtsantritt kritisierten komplexen Entscheidungswege belasten noch immer das Arbeitsumfeld. Ein Drittel der befragten Mitarbeiter beklagen die komplexen Prozesse, lange Entscheidungswege und mangelnde Zusammenarbeit. Für den Vorstand gibt es einen Lichtblick: Mehr als 60 Prozent nehmen Verhaltensänderungen wahr. Darüber hinaus erkennt die Belegschaft Fortschritte in der Eigenverantwortung, dem Abbau von Barrieren und der internen Kommunikation.

          Die Vorstände geloben Besserung: „Auch wir im Vorstand werden uns Ihr Feedback und die vielen individuellen Textkommentare, die Sie uns mit dem Fragebogen übermittelt haben, genau ansehen und daraus Schwerpunkte für unsere Arbeit in den kommenden zwölf Monaten ableiten“, schreiben Cryan und von Rohr weiter. Dazu gehöre es auch, „dass wir noch klarer kommunizieren, wie wir die Zukunft der Bank sehen und wie wir unsere Ziele erreichen wollen.“

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