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Kunstfleisch-Unternehmer : „Man muss sich auch mal trauen, groß zu denken“

Timo Recker Bild: Privat

Von Singapur aus will der deutsche Unternehmer Timo Recker den globalen Nahrungsmittelmarkt revolutionieren – mit künstlichem Fleisch aus Soja und Weizen.

          4 Min.

          An der Schranke vor dem Parkplatz bleibt Recker stecken: Bezahlkarte in den Automaten, Schranke hebt sich nicht, das graue Porsche911-Cabrio steht. Warten ist angesagt. Das ist ungewohnt für den 34 Jahre alten Manager. Denn seit ein paar Jahren lebt er auf der Überholspur, versucht sich am Einklang von Porsche und Klimaschutz. Damit passt Timo Recker gut nach Singapur.

          Christoph Hein
          (che.), Wirtschaft

          Die Tropenmetropole mit fast 6 Millionen Menschen verteidigt ihre Unabhängigkeit. Bis 2030 will der reiche Kleinstaat fast ohne Landfläche 30 Prozent seines Nahrungsmittelbedarfs aus eigener Produktion decken. Also haben sie hier schon früh Gemüse senkrecht an Hauswänden gezogen. Nun engagiert sich der Stadtstaat in der Fischzucht, in der Herstellung pflanzenbasierten Fleisches, aber auch in der Entwicklung von Laborfleisch. Als erstes Land der Welt hat Singapur „Eat Just“ aus San Francisco erlaubt, Hühnerbrust aus Zellen im Labor zu züchten und zu verkaufen.

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