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Missbrauchsverfahren eingeleitet : T-Mobile und Vodafone unter Kartellverdacht

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Im Visier des Bundeskartellamts: Die großen Mobilfunkfirmen T-Mobile und Vodafone Bild: ddp

Die beiden Mobilfunkanbieter T-Mobile und Vodafone verfügen über einen Marktanteil von zusammen 80 Prozent. Jetzt hat das Bundeskartellamt gegen die Unternehmen ein Missbrauchsverfahren eingeleitet - wegen des Verdachts, ihre marktbeherrschende Stellung ausgenutzt zu haben.

          Das Bundeskartellamt geht erstmals im Mobilfunk gegen die Preispolitik der Marktführer T-Mobile und Vodafone vor. Gegen die Unternehmen sei ein Missbrauchsverfahren wegen Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung eingleitet worden, sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag auf Anfrage und bestätigte damit frühere Angaben des Konkurrenten E-Plus.

          Konkret gehe es um Fragen der Preisspaltung zwischen den Tarifen für Gespräche im eigenen Netz und in andere Netze. Von den Unternehmen seien entsprechende Unterlagen angefordert worden. Über die Dauer des Verfahrens konnte der Kartellamtssprecher keine näheren Angaben machen.

          Vodafone weist Vorwürfe zurück

          Während sich T-Mobile zu dem schwebenden Verfahren nicht äußern wollte, wies Vodafone die Vorwürfe zurück: Von Vodafone habe es nie wettbewerbswidriges Verhalten gegeben. „Der Wettbewerb im deutschen Mobilfunkmarkt ist und war immer intensiv, was schon seit vielen Jahren zu massiven Preissenkungen geführt hat“, sagte ein Pressesprecher. Die Mobiltelefonie in Deutschland sei im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern sehr günstig.

          In den Netzen von T-Mobile und Vodafone telefonieren insgesamt mehr als 60 Millionen Kunden. Beide Unternehmen kommen zusammen auf einen Marktanteil von fast 80 Prozent.

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