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Mineralölindustrie : Ölsucher

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Arbeitsmarkt: 5.000 Geologen und Geowissenschaftler fehlen weltweit zur Erschließung von neuen Ölquellen. Ausgebildet werden vor allem Wirtschaftsingenieure, Betriebswirte und Informatiker.

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          Die steigenden Ölpreise sorgen für neue Arbeitsplätze im Mineralölmarkt - allerdings mehr im internationalen Umfeld als in Deutschland. Die Industrie sucht vor allem Geologen und Geowissenschaftler. Gefragt ist deren Expertise im Aufspüren von Öl- und Gasvorräten in tieferen Gesteinsschichten. Nach Berechnungen des American Petroleum Institute (API) fehlen weltweit 5.000 Geowissenschaftler und Geologen.

          Vor allem die großen Mineralölkonzerne haben lange Zeit zu ungewöhnlichen Methoden gegriffen und forschten sogar mit Satelliten aus dem Weltall nach neuen Quellen auf der Erde. Neue Technologien und die hohen Ölpreise machen mehr und mehr auch die Erschließung schwer zugänglicher Lagerstätten lukrativ.

          Moderne Ausrüstung, keine Weltraumtechnik

          Bislang waren es vor allem große, finanzstarke Konzerne, die mit Hilfe hochmoderner, teurer Technologien nach neuen Quellen suchten. Nun gehen auch kleinere und mittlere Unternehmen auf die Suche, da sich deren Engagement mittlerweile rechnet. Diese brauchen aber keine Weltraumtechnik, sondern moderne Ausrüstung und Experten, die wissen, wie und wo Öl sowie Gas zutage gefördert wird.

          Selbst in Deutschland wird wieder nach Öl und Gas gebohrt. Der Exxon Mobile hat die Mobile Production GmbH Deutschland gegründet und sucht in Südoldenburg und der Vogtei. Der Effekt für den Arbeitsmarkt klingt bescheiden. Eingestellt wurden im vergangenen Jahr 14 Ingenieure und Verfahrenstechniker und 10 Auszubildende.

          Ingenieure, Betriebswirte, Informatiker

          Exxon Mobile habe damit allerdings erstmals wieder positive Akzente gesetzt, sagt Branchenexperte Rainer Wiek vom Energieinformations-Dienst (EID). Nach Angaben des Mineralwirtschaftsverbandes beschäftigt die Branche ohne die separat registrierten Tankstellen in Deutschland etwa 50.000 Mitarbeiter.

          Unternehmen wie Esso und Shell haben in den vergangenen Jahren ihre Organisationsstrukturen verschlankt und damit einen großen Stellenabbau hinter sich. Funktionen wie Buchhaltung und Finanzen werden heute meist von Osteuropa aus gesteuert. Derzeit ist BP/Aral dabei, rund 500 Arbeitsplätze abzubauen.

          Ausgebildet werden vor allem kaufmännische Angestellte, Wirtschaftsingenieure, Betriebswirte und Informatiker. Die Hauptausbildungsstätten sind die Nordakademie im schleswig-holsteinischen Elmshorn und die Hamburg School of Economics, deren Träger große norddeutsche Unternehmen sind.

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