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Millionenschäden : Hoher Holzpreis lockt Diebe an

  • -Aktualisiert am

Kein Idyll: Abgestorbene Fichten auf dem Wurmberg bei Braunlage, dem höchsten Berg Niedersachsens Bild: dpa

Erst Dürre und dann auch noch Diebe – wegen steigender Preise wird immer mehr Holz gestohlen. Den deutschen Waldbesitzern entstehen dadurch Schäden in Millionenhöhe.

          3 Min.

          Abendliche Spaziergänge durch den eigenen Wald und Geld verdienen mit dem Verkauf von nachhaltig geerntetem Holz. Der Job eines Waldbesitzers klingt idyllisch. Doch die Realität sieht, wie so häufig, anders aus. Der Klimawandel sorgt für fortgesetzte Trockenheit und macht den Bäumen zu schaffen.

          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Holz wird rar und damit teurer, auch weil sich viele Ofenbesitzer mit Holz gegen eine Gasknappheit wappnen wollen und damit die Nachfrage nach oben treiben. Ein Kubikmeter, unter Fachleuten auch Festmeter genannt, kostete im vergangen Jahr zwischen 60 und 70 Euro. Mittlerweile hat sich der Preis in etwa verdoppelt und bewegt sich in einem Korridor von 100 bis 200 Euro. Wenn es überhaupt lieferbar ist. Viele Holzunternehmer nehmen keine neuen Bestellungen mehr auf und versorgen nur noch ihre Stammkunden. Der Preisanstieg zieht zunehmend Diebe an. Waldbesitzer müssen ihr Holz jetzt nicht mehr nur noch vor der Dürre schützen, sondern auch vor Kriminellen.

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