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Gesichtserkennungs-App : Millionenstrafe für Clearview AI

  • Aktualisiert am

Clearview-Al-Co-Gründer Hoan Ton-That demonstriert, wie die Gesichtserkennung funktioniert. Bild: AP

Nächster Rückschlag für das Gesichtserkennungs-Start-up Clearview AI. Großbritannien ordnet an, dass britische Fotos aus der Datenbank gelöscht werden müssen.

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          London ⋅ Das amerikanische Gesichtserkennungsunternehmen Clearview AI ist von einer britischen Behörde wegen illegaler Praktiken zu einer Millionenstrafe verurteilt worden. Das Start-up aus New York muss 7,5 Millionen Pfund (rund 9 Millionen Euro) Strafe zahlen, entschied die britische Datenschutzbehörde Information Commissioner’s Office (ICO). Grund sei die Verletzung der Privatsphäre von Nutzern sozialer Netzwerke.

          Clearview AI habe illegal bis zu 20 Milliarden Fotos von Gesichtern aus dem Internet abgegrast und für eine ­biometrische Datenbank für seine Gesichtserkennungs-Software mit Künstlicher Intelligenz genutzt, teilte das ICO mit. Die Datenschutzbehörde ordnete an, dass Clearview AI das Sammeln und Verwenden von Bildern britischer Bürger sofort stoppen müsse. Die existierenden Daten müssten gelöscht werden. „Auch wenn Clearview AI seine Dienste nicht mehr britischen Organisationen anbietet, hat die Firma Kunden in anderen Ländern, und daher verwendet die Firma immer noch die persönlichen Daten von Briten“, monierte die Datenschutzbehörde.

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