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Milliardenstrafen : „Historischer Betrug“ blamiert Allianz

  • Aktualisiert am

Die Allianz soll unter anderem Berichte gefälscht haben. Bild: Reuters

Der Versicherer muss in Amerika ein ungewöhnliches Schuldeingeständnis ablegen. Die Klage liest sich wie ein Kriminalroman.

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          Eine leer stehende Baustelle war der Schauplatz, an dem Greg Tournant einen verzweifelten Versuch unternahm, noch Schlimmeres zu verhindern. Der einstige Chefinvestor von Allianz Global Investors (AGI), einer amerikanischen Tochtergesellschaft des deutschen Versicherungskonzerns Allianz, stand unter Druck. Nach dem Kollaps mehrerer Hedgefonds der Allianz-Sparte, der Anlegern Milliardenverluste bescherte, waren ihm die Ermittler auf der Spur.

          Auf der Baustelle traf sich Tournant mit seinem früheren Kollegen Trevor Taylor und riet ihm, Vermögenswerte ins Ausland zu schaffen, so wie er das selbst kürzlich getan hatte. Er sprach auch an, wie sich Manipulationen, die er an Risikoberichten für die Fonds vorgenommen hatte, verharmlosen ließen. Vor dem Treffen mit Taylor hatte Tournant schon mit Stephen Bond-Nelson gesprochen, einem anderen vormaligen AGI-Kollegen, und hatte ihm geraten, gegenüber der Börsenaufsicht SEC falsche Angaben zu machen.

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